Die Falsche Mörderinn

Holmes und ich waren gerade von einer etwas längeren Reise zurückgekehrt. Als uns Mrs. Hudson schon entgegen kam. "Mister Holmes, da wartet eine junge Dame auf sie!" Sagte sie, wären Holmes schnellen Schrittes die Treppe hinauf ging. "ich weiß, sie wollten keinen Besuch, aber die Dame lies sich nicht abwimmeln" sagte Mrs. Hudson. Holmes hob nur eine Hand und Mrs. Hudson verstummte, an seinen Gesicht konnte ich eine Spur von ärger erkennen

Vor der Tür atmete Holmes tief durch und öffnete schnell die Tür, doch als wir hinein gingen war niemand zu sehen. Auch waren die Lampen nur sehr wenig erhellt. Ich folgte Holmes, als er die Lampen höher drehten sahen wir auf dem Sofa eine junge Frau liegen. Schlafend, zierlicher Gestalt aber teilweise in Lumpen gekleidet. Ein Lichtstrahl schien ihr quer übers Gesicht.

"Das Gesicht eines Engels" entfuhr es mir. Ich muss dazu sagen, da ich vor 4 Jahren meine Frau, gestorben ist, habe ich keine andere Frau mehr als attraktiv empfunden. Und doch zog mich dieses Engels gleiche Gesicht in seinen Bann.

"Watson" sagte Holmes leiser, dennoch mit einer Mischung aus Ernsthaftigkeit und Spott zu mir. Ich brummte etwas und wollte gerade jenen schlafenden Engel wecken als..... Holmes zündete sich gerade seine Pfeife an und der Rauch zog durchs Zimmer, als der Körper jener Frau zu zucken und schwer atmen zu begann. Ein Alptraum wie ich meinte und wollte sie daraus erlösen, als Holmes mich davon abhielt und meinte "ich will sehen was passiert". Leise, dennoch voller angst hörten wir sie sprechen: "Feuer....Hilfe.... Feuer...lasst uns raus...Feuer Feuer....öffnet die Tür...." Das Gesicht verzehrte sich voller Panik. "Schluss jetzt" sagte ich energisch und rief nach Mrs. Hudson. Sie solle mir Frisches Wasser bringen.

Voller Angst und Panik wand sich der Körper hin und her. Holmes hielt ihre Hände fest, wobei ihm der linke jedoch entwand und sie ihm in ihrem Traum-Wahn ins Gesicht schlug. Mit leichten Schlägen ins ihr Gesicht versuchte ich die Frau aufzuwecken. Mit einem letzten Schrei: "Feuer"erwachte sie und schaute Holmes und mich mit entsetzen Augen an.

"wie ich sehe, sind sie nun wach! Hätten sie die Güte mir zu erzählen was sie hier machen?" Sagte Holmes und setzte sich in seinen Sessel. Die Junge Frau richtete sich auf, nahm dankbar das Glas Wasser entgegen, und sprach zu uns. "ich muss mich entschuldigen, ich hatte auf sie gewartet und da muss mich die Müdigkeit überfallen haben." Verlegen sah sie Holmes an.

"schon gut, schon gut" meine Holmes, aber wie wäre es mit ihren Namen? Meinen kennen sie ja schon. Sie schaute erst mich dann ihn an, verlegen blickte sie dann zu Boden. "sehen sie, Mister Holmes, daran liegt mein Problem. Ich kenne ihn nicht. Ich weiß weder wer ich bin, noch woher ich komme"

Holmes schaute auf, sagte aber nichts, "sehen sie" sagte sie weiter "ich habe nur diese Narben" und zeigte ihre Handflächen. Ich ging zu ihr und schaute mir ihre Hände genau an. "Es sind Brandnarben, so ca. 20 Jahre alt"sagte ich, schaute auf und sah in ihre Braunen Augen. Irgendetwas in ihnen berührte mein Herz.

"was wissen sie genau über die Entstehung dieser Narben" fragte Holmes und riss mich aus meinen Gedanken. "nicht viel, ich weiß nur das ich sie schon immer hatte, Man fand mich vor 19 Jahren an einem Flussufer mit verbrannten Kleidern und" sie stockte und schaute auf ihre Hände "meinen verbrannten Händen" beendete sie ihren Satz.

"so so. aber wie kommen sie auf die Idee das ich vielleicht ihnen helfen könnte?" fragte Holmes. "auf dem Markt, wo ich mit arbeite, hörte ich davon das sie Menschen helfen und" "und so dachten sie das ich ihnen helfen kann" unterbrach Holmes sie.

Sie sah so verloren und traurig aus, sie verlor in diesen Moment alle Hoffnung, so stand sie auf und machte sich auf wieder zu gehen, als Holmes sie fragte: "was haben sie in ihren Träumen erlebt?" Erschrocken drehte sie sich um, bleich wie eine Wand, so das ich angst bekam sie würde zusammen brechen. Doch sie fasste sich wieder und trat einen Schritt vor. "ich träume immer sehr schlecht doch am Morgen erinnere ich mich nicht daran" "nur Feuer und Rauch ängstigen mich"

Holmes sah sie mit diesem Gesicht an, das ich wusste das er sich bereits überlegte wie wir dieser Jungen Frau helfen konnten. Er gab ihr mit einen Wink zu Verstehen das sie sich wieder setzten möge. Er ging ca. 5 Minuten schweigend durch das Zimmer, Die Frau schaute mich fragend an, doch ich gab ihr zu verstehen, das alles in Ordnung sei.

"ha" entfuhr es Holmes, so das wir beide zusammen zuckten. "erstmal was zu essen für die Junge Dame, für sie auch mein Alter Freund?" Bevor wir antworten konnten, rief er schon nach Mrs. Hudson. Ein leichtes Abendessen für die Lady und etwas für unseren Doktor. "für sie auch?" fragte Mrs. Hudson. "nein nein, für mich nichts" antwortete er und schloss wieder die Tür.

"Mein lieber Doktor, sie verstehen sich doch etwas auf diese neumodische Medizin genannt........Hypnose?" fragte er mich. "ja schon, ich habe etwas Erfahrung damit. Aber Warum?" Fragend schaute ich ihn an.

"damit wir etwas Licht in die Vergangenheit dieser Jungen Dame bringen können" lachend ging er zu ihr und setzte sich neben ihr. Sie schaute ihn verwundert an, plötzlich sah sie jenen Abdruck ihrer Hand auf der Wange meines Freunden. Betroffen sah sie ihn an, Tränen stiegen ihr in die Augen. "war ich das gewesen?" fragte sie mit erstickter Stimme. Holmes schaute ihr in die Augen und er lächelte etwas "nicht so schlimm, ich habe schon schlimmere Schläge erhalten"

"ich habe da einen verdacht und ich würde gerne diesen nach gehen, aber dazu brauche ich ihre Hilfe" sagte er zu ihr. "was immer ich tun kann, so werde ich es tun" war ihre Antwort. Holmes klatschte in die Hände und hatte wieder diese elektrisierende Art, wie ich sie schon so oft gesehen habe. "Mein guter alter Freund, Dr. Watson, soll sie Hypnotisieren damit wir erfahren was ihnen passiert ist. Viellicht können wir dann ihr Geheimnis enträtseln"

"Watson, wären sie so nett?" er machte mir Platz, so das ich damit begann. Die Hypnose klappe erstaunlich schnell und so begann ich mit meiner Befragung. "gehen sie zurück an jenen Platz an den sie sich erinnern, und sagen sie mir was sie sehen" Sie saß mit offenen Augen vor mir, aber dennoch war sie abwesend. Mit fester stimme fing sie an zu reden: "ich gehe einen Gang entlang, am ende ist eine Tür. Ich gehe hindurch, die Kinder spielen und ein Baby liegt in der wiege." Sie machte mit den Hände eine Bewegung als ob sie eine wiege wiegt, und summte dabei leise ein Schlaflied.

"was passiert jetzt?" fragte ich mit einfühlsamer Stimme. "die Kinder sagen mir es sei so kalt, und ich sehe das das Kaminfeuer aus ist. So nehme ich Holz und Papier und zünde das Feuer wieder an." Ich bemerkte das ihr Atem nun schneller ging und ihr Gesicht sich schmerzhaft verzieht. "plötzlich ist alles voller Rauch und der Raum ist halb mit Feuer gefüllt. Ich versuche die Tür zu öffnen,aber sie ist verschlossen." Sie fing an mit den Fäusten in die Luft zu trommeln und rief immer wieder "lasst uns raus, öffnet die Tür" Ich habe angst das es sie überfordert und will die Hypnose beenden doch Holmes bittet mich noch zu warten.

Mit einen Schrei verkrampfen sich ihrer Hände und tränen liefen über ihr Gesicht "lasst uns raus wir verbrennen" rief sie immer wieder von husten unterbrochen. Ihr atmen geht immer schneller. "Schluss jetzt" sagte ich mit ärger in der stimme, und mache mich daran die aus der Hypnose zu hohlen.

Erschöpft, zitternd und mit tränen überströmten Gesicht sitzt sie da und schaut auf ihre Handflächen. "so, nun weiß ich was ich bin" sagt sie leise. "ich bin eine Mörderin. Ich habe diese armen Kinder umgebracht". Zitternd steht sie auf, geht Richtung Tür. Holmes stellt sich neben sie. "Ich danke ihnen" sagt sie an ihn gerichtet, auch wenn ich es ihnen nicht vergüten kann. So will ich wenigstens der Gerechtigkeit genüge tun und mich der Polizei stellen". Holmes hielt sie am Arm fest und hinderte sie daran zu gehen. Er führte sie wieder ins Zimmer, und begann laut zu überlegen.

"es ist aber nicht bewiesen das, was sie nun sahen auch wirklich geschehen ist" "aber meine verbrannten Hände" unterbrach sie ihn. "ja ja das wäre ein Beweis, aber wer sagt den, das wenn es so wäre, das das ihre schuld ist? Viellicht war es ein Unfall!"

Sie erzitterte und atmete so heftig, "ich habe es aber eben doch gesehen, ich habe das Feuer angemacht, ich muss was falsch gemacht haben, ich bin schuld. Ich habe diese Kinder ermordet. Dafür gibt es nur eins, den Strick." immer leiser wurde ihre stimme und sie wurde mehr und mehr panischer, Sie wiederholte immer nur "ich bin eine Mörderin". Holmes sagte mir ich solle meinen Arztkoffer holen, ich lief schnell in mein Zimmer nahm alles mit was ich brauchte und eilte schnell zurück. Gerade noch um mitzubekommen das Holmes sie festhielt und ihr mit scharfer Stimme sagte das sie sich beruhigen solle doch da brach sie ohnmächtig in seinen Armen zusammen.

Holmes brachte sie in sein Schlafraum, wo ich mich sogleich um sie kümmerte. Als ich wieder zu ihm ging, saß er im Schneidersitz in seinem Sessel, und überlegte. Mrs. Hudson brachte das bestellte essen. Holmes gab ihr eine Zettel und schickte sie wieder hinaus. „Ich habe ein Telegramm an Lestrade geschickt, vielleicht gibt es einen Fall wo Kinder verbrannt sind. Viellicht ergibt sich etwas" Er schaute kurz nach der Frau und setzte sich dann an den Tisch. "sie sollten etwas Essen Doktor" meinte er zu mir. Ich setzte mich, schaute mir das Essen an, doch ich rührte nichts an. Zu sehr spuckte mir das angsterfüllte Gesicht von ihr noch im Kopf herum. „So schön wie ein Engel, doch was mag ihr wohl passiert sein?“ "mein lieber Watson, wir haben uns doch nicht etwa verliebt" Lachend schaute er mich an. "hab ich das eben laut gesagt" fragte ich ihn verlegen. "na na na Watson, kein Grund zur Verlegenheit, ich bin sogar froh darüber, so weiß ich nun das sie wieder ein voller Mann sind"

Ohne genau zu begreifen was er meinte, aß ich doch etwas. Stunden später klopfte es und Mrs. Hudson brachte Inspektor Lestrade herein, er hatte einige Akten dabei."mein lieber Holmes, sie haben ja Nerven. Nach einen Fall zu fragen der über 10 Jahre her ist, und dann mit so wenigen angaben. Aber sie haben Glück. Unser Archiv ist groß." Er legte die Akten auf den Tisch und Holmes begann sofort sie zu lesen.

Er ging mit der Akte im Zimmer auf und ab. Dann las er laut vor: "Feuer tötete 5 Kinder, Frau im Verdacht absichtlich Feuer gelegt zu haben in dem 5 Kinder verbrannten. Täterin konnte entkommen.Polizei vermutet Eifersucht als Motiv."

Schweigen lag in der Luft, Ich fragte mich, konnte diese Frau wirklich eine eine solche eiskalte

Mörderin sein. Mein Herz wollte es nicht glauben. Holmes konnte wohl meine Gedanken lesen, denn er sagte zu mir "Es wird von einer Frau berichtet, aber unsere Mandantin war zu dieser zeit ca. 9 Jahre alt, somit kommt sie nicht in frage. Inspektor, gibt es noch andere Fälle aus den Jahren?"

Lestrade wollte gerade was sagen als wir unten dir Tür zuschlagen hörten. Mit schnellen Schritten waren wir im Schlafraum, doch das Bett war leer. Auf dem Nachttisch lag ein Zettel und ein Ring.

Ich las den Brief vor:



Holmes schaute sich gerade den Ring genauer an, als er erbleichte und leicht schwankte. Lestrade war neben ihm und hielt ihn fest. "Holmes, alles in Ordnung mit ihnen?" besorgt ging ich zu ihn. "setzten sie sich" Holmes lies sich aufs Bett führen, immer noch den Blick auf den Ring gerichtet.

Ich habe Holmes noch nie so gesehen, so das ich mir ernsthafte sorgen machte. Doch dann schaute er mich an und flüsterte "Amanzia, das kann nicht sein" und schaute wieder auf den Ring. "wer ist Amanzia?" fragte ich ihn. Doch er antwortet nicht, sondern starte immer nur auf den Ring. Da ich mir nun doch ernsthaft sorgen macht griff ich nach meinen Arztkoffer und wollte Holmes was zur Stärkung geben, als ich sah das das Fläschchen mit dem Morphin verschwunden war. "Mein Gott Holmes, sie will sich etwas antun, das Morphin ist weg" schrie ich. Das bewegte Holmes dazu aufzuspringen und wir alle rannten die Treppe hinunter.

Vor der Tür angekommen, rannte Lestrade nach links, wir nach rechts. Holmes, sagte nichts, aber ich konnte seinem Gesicht entnehmen das ihn dieser Ring schwer beschäftigte. Doch ich fragte nicht nach. Wir rannten die Straße hinunter immer wieder nach links und Rechts schauend, ob wir die Frau irgendwo sehen konnten.

Wir liefen gerade an einer Nebenstraße vorbei als Holmes stehen blieb und auf eine Gestalt im halbdunkel zeigte. Diese stand an einer Wand gelehnt und führte gerade etwas zum Mund. Holmes und ich rannten auf die Person zu. Gerade als diese die kleine Flasche an die Lippen setze rief Holmes "Amanzia, tue es nicht". Ich sah das es die Frau war die wir suchten.

Sie erschrak, drehte sich zu uns um, lies das kleine Fläschchen fallen und rannte weg. Doch während sie lief bemerkte ich das sie mehr und mehr schwankte und kaum noch gerade laufen konnte. Da geschah es das sie an der Straßenecke mit dem einen Fuß am kanntstein umknickte und der Länge nach auf dem Straßenpflaster aufschlug.

Nach ein Paar schritten war Holmes bei ihr, kniete neben ihr und drehte sie sachte um. So lag sie halb in seinen Armen. Blut floss aus eine wunde am Kopf. Holmes streichelte sanft ihr Gesicht und sagte immer wieder "Amanzia kannst du mich hören, so sag doch bitte was" Ich eilte dazu, schaute mir die Wunde an, doch mehr machte mir sorgen wie viel von den Morphin sie zu sich genommen hat.

Sachte tätschelte ich ihre Wangen, da flackerten ihre Augenlider. "wie viel haben sie getrunken?" fragte ich sie. Sie schaute umher, nicht wissend wo sie war, doch dann sagte sie leise, sehr leise "nicht mal einen kleinen Schluck" "zum Glück, aber sie muss behandelt werden" sagte ich zu Holmes. "nein, ich will nicht. Warum lassen sie mich nicht sterben?" kaum zu hören war ihre stimme. Holmes nahm sie auf die Arme und ging mit ihr wieder zurück zu unserer Wohnung.

Vor dem Haus stand schon Lestrade und Mrs. Hudson. Sie erschraken bei dem Anblick den wir boten."ein Telegramm an meinen Bruder, Amanzia lebt und ist bei mir, er solle sofort hierher kommen" sagte Holmes zu Mrs. Hudson. Lestrade folgte uns nach oben.

Holmes legte die Frau, die er immer wieder Amanzia nannte, in sein Bett. Ich sagte er sollte den Raum verlassen, so das ich mich, als Arzt um sie kümmern konnte.Wären ich mich um die Wunde kümmerte hörte ich Holmes wie ein Tiger im Zimmer auf und abgehen. Zum Glück war die Kopfwunde nur oberflächlicher Natur und auch die Menge des Morphin´s vermochte keinen al zu großen Schaden anzurichten. Dennoch war ihr zustand alles andere als beruhigend.

Als ich gerade dabei war mich zu reinigen, hörte ich von unten ein Tumult und jemand ging laut die Treppen hoch.Ich war gerade ins Zimmer gegangen als die andere Tür aufflog und Mycroft Holmes, der ältere Bruder Sherlock, bebend in der Tür stand. "wie kommst du dazu mir zu schreiben Amanzia sei am leben und bei dir" Polterte er los. "Bitte bitte ruhig, ich habe eine Patientin neben an, und die braucht ruhe" Beschwichtigend stellt ich mich vor Mycroft.

"Bitte mein lieber Bruder beruhige dich" Holmes ging zu seinen Bruder und führte ihn zu einen Stuhl "setze dich und schaue dir das hier an" und gab ihn den Ring. "was soll das den beweisen das könn....." er stockte und schaute sich die Innenseite genauer an. Er schaute um sich, suchte und fand eine Lupe. "Zia ho" las er, mit dem gleichen blassen Gesicht wie ich es vorher bei Holmes gesehen habe, vor. "das kann nicht sein, woher hat sie den?" fragend schaute er Holmes an.

"Den hatte sie an der Hand. Und nun wollen wir hören was Inspektor Lestrade zu berichten hat". Er schaute auf und ich sah dieses glitzern in seinen Augen, was er immer hat wenn er dabei ist einen Fall zu lösen."wer ist bitte Amanzia" fragte ich, doch Holmes winkte ab und zeigte mit der Hand auf Lestrade.

"nun, nachdem unser Archiv nochmalig durchgesehen wurde, hatte man dieses hier gefunden." Er zeigte auf eine alte Akte. "Watson sind sie so nett?" Holmes gab mir die Akte.

"Feuer in Küche, 8 Jährige Amanzia Holmes getötet" Ich glaubte nicht was ich da las. Schaute erschrocken erst Holmes und dann seinen Bruder an. Amanzia Holmes, etwa die Schwester von ?? Ich lies mich in den Sessel fallen. Zu viel ging mir durch den Kopf. Sollte diese Frau etwas die Schwester sein? Holmes hat mir ja nie was von seiner Vergangenheit erzählt. Erst vor kurzen habe ich von seinen Bruder erfahren.Fragend schaute ich Holmes an.

Er lächelte mich kurz an, stand auf und begann zu erzählen. "Amanzia war damals bei einer Nachbarin und dessen kleinen Tochter zu Besuch, als in der Küche ein Feuer ausbrach. Die Tür klemmte und keiner hörte die Hilfeschreie der Kinder" ich hörte zu und bemerkte den Schmerz in der stimme meines Freundes. "Erst bevor es fast zu spät war konnte ein Knecht die Tür aufbrechen und die Kinder raus hohlen. Als er das vorletzte raus brachte brach das Dach zusammen und begrub die Küche und das letzte Kind unter sich. Unsere Schwester. Bevor die Feuerwehr eintraf war es zu spät, das Gebäude war heruntergebracht. Mann fand nur ein Stück ihres Kleides." Holmes bemerkte nicht das einige tränen seine Wangen runter lief. "als ich heute den Ring sah, sehen sie sich die Innenseite an, sie sehen dort die Buchstaben Zia Hol, oder besser gesagt Amanzia Holmes, wusste ich das Amanzia lebt.

"Aber diese Frau kann den Ring von irgendwoher haben, wer sagt uns das sie keine hochstablerin ist" Mycroft stand auf und zeigte zu dem Zimmer wo Amanzia lag. "Welche beweise willst du denn noch?" fragte Holmes ihn.

"immer noch derjenige der alles in frage stellt" hörten wir eine schwäche stimme. Da stand sie, sich am Türrahmen festhalten, blass aber dennoch stark und ein kleines lächeln zierte ihr Gesicht Holmes und ich waren sofort bei ihr und stützen sie. "Sie sollten im Bett liegen bleiben und sich ausruhen." ermahnte ich sie, doch sie winkte ab und lies sich zu dem Sofa führen. Mycroft, immer noch misstrauisch, ging langsam auf und ab.

Amanzia schaute sich Holmes und Mycroft an, und schließlich sagte sie. "ich kann mich an etwas erinnern, aber warum?"Fragend schaute sie mich an. "nun ich denke das liegt an dem Sturz, manchmal kommen Erinnerungen nach einer Gehirnerschütterung plötzlich zurück." Ich denke wie sollten bis morgen warten, Sie brauchen dringend ruhe.

"nein, ich möchte sagen an was ich mich erinnere" meinte sie und zu Mycroft gerichtet. "weißt du noch, als du Vaters Schuppen mit dem Chemiebaukasten von Sherlock in die Luft gejagt hattest, wer hat da die schuld auf sich genommen? und du Sherlock, wer hat dich nicht verraten als du wiedermal die Sachen von Mycroft versteckt hattest?" sie lachte etwas und ich sah die Gesichter von Holmes und Mycroft, eine Mischung aus Erkenntnis und erstaunen.

"Amanzia zu bist es wirklich, aber wie konntest du entkommen und wo warst du all die Jahre?" Mycroft ging zu seiner Schwester und umarmte sie. "Ich denke wir sollte ihrer Schwester erstmal ruhe gönnen und das ist ein Ärztlicher Befehl!" sagte ich und brachte Amanzia zurück ins Schlafzimmer. Am Abend saßen wir, Holmes, Mycroft und ich noch lange zusammen und lasen den Bericht von Lestrade: Amanzia muss wohl kurz vor dem Einsturz durch ein geborstenes Fenster hinausgeklettert sein und durch die Gegend gelaufen sein. Da sie vermutlich verletzt war wusste sie nicht wo sie war und dadurch in den nahen Fluss gefallen sein. Wo sie dann später von einem Wanderer und seiner Frau gefunden und von ihnen aufgezogen wurde. Später arbeitete sie auf dem Markt. Wo sie dann von Holmes hörte und sich gedacht hatte er könne heraus finden wer sie ist.

Epilog:

Einige Wochen später hatte sich Amanzia schon sehr gut erholt und bezog ein zimmer bei ihren Bruder Sherlock. So sah ich sie sehr oft und ich muss zugeben das es mir sehr schwer viel mich ihres Charmes zu entziehen, immer wieder sah ich ihr Gesicht, als schlafender Engel an dem Tage wo ich sie zum ersten mal sah.

Holmes war schnell wieder der alte doch ich bemerkte eine kleine Veränderung, es schien mir das ein schwerer Schatten, der sich auf seiner Seele gelegte hatte, nun verschwunden war. Und er genoss es sich hitzige Debatten mit seiner Schwester, die wie ich meine, sehr viel von Holmes hat, zu liefern.

Wer konnte schon ahnen das dieser Fall das leben, unser aller leben so verändern würde.