Das Geheimnis der Schwarzen Katze


London war seit Wochen im Dichtem Nebel gehüllt. Die Baker Street, sonst voller Leben, war so still wie das Haus. Auch wenn ich die Zeiten genoss, wo ich allein meinen Gedanken nach gehen konnte, so vermisste ich doch mit der Zeit meinen alten Freund Dr. Watson und meine Schwester. Auf dem Schreibtisch stapelten sich die Briefe die sie Schrieben. In Ihrer Hochzeitsreise waren sie schon durch halb Europa gereist. Paris, Zürich, aber auch ein Besuch der, so wie ich meine aus der Neugier meiner Schwester heraus, Reichenbach-Fälle. Im letzten Brief erwähnte Amanzia, dass sie wohl in ein Paar Wochen wieder daheim sein wollen. Ich kann nur hoffen das es kurze Wochen sind, nicht wegen mir, eher wegen Mrs. Hudson.

Am Montagmorgen brachen die ersten Sonnenstrahlen durch die dichten Wolken. Mrs. Hudson meinte beim auftragen des Frühstücks: "Endlich wieder etwas Sonne, nun könnte auch das Junge Glück ruhig wieder kommen." Wir hörten eine Droschke vor der Tür halten. Nach einem blick aus dem Fenster sagte ich trocken "Ich wusste nicht, das sie neuerdings auch wahrsagen können!" Schon war Mrs. Hudson aus dem Zimmer geeilt und lief die Treppe hinunter. Ich ging ihr hinterher, die Haustür stand offen und Mrs. Hudson umarmte gerade Amanzia. Watson hievte mit dem Kutscher die Koffer herunter. "wie ich sehe haben sie schon den ersten Ehekrach hinter sich gebracht" meinte ich aus Spaß zu Watson und zeigte auf des Blaue Auge, das wohl sehr frisch zu seien schien.

"Teurer Holmes" antworte Watson "wenn meine geliebte Gattin nicht halb Paris aufgekauft hätte, so hätten wir bei der Überfahrt von Calais nach Dover, die recht stürmisch war, mehr platz in der Kabine gehabt. So hat einer der Koffer mir dieses verpasst." Lachend deutete er auf sein Blau umrandetes Auge. "So viel war es nun auch wieder nicht" rief Amanzia. "es sind doch nur 2 oder 3 neue Kleider!" "wohl eher 20" murmelte Watson, als er den nächsten Koffer vom Wagen runter holte. Amanzia stand lächelnd vor mir "Schön das du wieder da bist" sagte ich zu ihr und nahm sie fest in die Arme. "Ich hoffe du hast uns nicht zu sehr vermisst" hörte ich sie sagen.

Ohne darauf zu antworten schaute ich mir den Koffer und Taschenberg an der sich vor unserer Haustür türmte. "Halb Paris??" fragte ich lachend "es sieht mir aber nach ganz Paris aus". Ich rief die " Baker Street Jungs", eine Bande von Straßenkindern die mir schon öfters bei einigen Fällen geholfen haben. Ich versprach de Gruppe etwas Geld, aber nur wenn alle Taschen & Koffer heil und geschlossen oben ankommen. So schnell wie sie konnten schleppten die Jungs alles nach oben.

Watson verabschiedete sich, da er kurz in seiner Praxis vorbei schauen wollte. So gingen ich, Amanzia und Mrs. Hudson nach oben. Und da sah ihn ihn wieder, mit seinen Grünen verschlagenen Augen, sich über mein Frühstück hermachend. Wie in aller Welt hat er es wieder geschafft hier reinzukommen? Hatte ich doch alle Fenster verschlossen, durch die Vordertür konnte er nicht gekommen sein, denn wir hatten die ganze Zeit davor gestanden. Er sah mich und ich könnte schwören, er hatte einen Gesichtsausdruck gehabt der sagte "ha, ich bin doch wieder hier und was willst du dagegen machen?" Amanzia sah ihn nun auch und mit einem "oh Sherlock" ging sie auf ihn zu nahm ihn auf dem Arm. "Sherlock, du hast dir eine Katze zugelegt. Und was für ein süßer Kater dazu!" Sie streichelte ihn und er begann leise zu schnurren.

Mrs. Hudson hatte ein verdächtiges lächeln auf dem Lippen. "haben sie wieder vergessen die hintere Tür zu schließen?" fragte sie mich. "natürlich nicht!" antwortete ich säuerlich. "Vorsicht, er ist bissig" sagte ich an Amanzia gerichtet, hat er mir doch schon, wie ich meine, mit vergnügen mir schon den ein einen oder anderen Kratzer beigefügt. "nein, nein er ist ganz lieb" sagte Amanzia, nicht den Blick von diesem Kater abgewendet. "gehört er nun dir?" fragte sie mich.

"Nein, er kommt seit einigen Wochen immer wieder und wir haben keine Ahnung wem er gehört." meine Mrs. Hudson "Da Mister Holmes immer vergisst die Hintertür zu schließen, kommt dieser Kater immer wider rein."

"Mrs. Hudson, ich vergesse nie die Tür zu schließen!" empörte ich mich. Doch als ich sah wie Mrs. Hudson Amanzia beim hinaus gehen zuzwinkerte, ließ ich die Angelegenheit fallen. "wie war eure Reise?" fragte ich meine Schwester. Als sie rede antworten wollte, klopfte es und einer der Jungs kam herein und meinte "wir haben alles nach oben getragen, und alles ist heil und geschlossen. "oh, wärst du so lieb und bringst mir die hellblaue Hutschachtel und den Blau-Schwarz gestreiften Koffer hierunter?" Fragte Amanzia ihn. Er nickte und keine Minute später stand er mit beiden gewünschten in unseren Wohnzimmer. Ich bezahlte ihn und mit einem "bis zum nächsten mal" verschwand die ganze Bande aus dem Haus. Auf geschreckt von den Lärm, lies sich der Kater vom Arm meiner Schwester fallen und rollte sich vor dem Kamin zusammen uns schlief den Schlaf der gerechten. Mit meinem Frühstück im seinem Bauch.

Amanzia rief nach Mrs. Hudson. Diese kam auch und fragte was den sei. Amanzia nahm sie bei der Hand und führte sie in die Mitte des Zimmers. "ich hoffe ich habe die richtige Größe geschätzt" meinte sie als die den Koffer öffnete und ein Kleid in mitternachtsblau herausholte und es Mrs. Hudson anhielt. "ja das sollte passen, ansonsten können sie es ja noch abändern lassen. Es ist aus Paris und sie werden bezaubernd darinnen aussehen!" Mrs. Hudson wusste nicht zu recht was sie sagen sollte "aber das wäre doch nicht nötig gewesen" Sie blinzelte damit sie nicht vor freute anfing zu weinen. "Oh doch, wer es mit uns Holmes aushält, hat es verdient! Aber der gehört auch dazu" sprach Amanzia und öffnete die Hutschachtel. Hervor kam ein in dunkelblau gehaltener Federhut, passend zum Kleid. "aber...." begann Mrs. Hudson "kein Aber!" befahl Amanzia. "ich freue mich das es ihnen gefällt, und sie können es auch bald einweihen. Denn ich habe für uns alle, für Mittwoch Karten für die Oper erstanden und sie kommen mit!" sie sagte es in diesem Ton der keine Widerrede duldete. Ich musste mir sehr ein Lachen verkneifen.

Mrs. Hudson ging, sichtlich gerührt und mit viel Dankes Worten. "so nun zu dir" meine Amanzia. Da John es sich nicht nehmen ließ für seine Praxis die neusten Geräte zu kaufen, habe ich dir was ausgesucht." Sie kramte in dem Koffer und hielt mir dann ein hellbraunes Kästchen hin. Ich hoffe ich habe deinen Geschmack getroffen" Ich nahm es, öffnete es. Drinnen lag eine handgearbeitet Pfeife. Ich nahm sie in die Hand, sie lag sehr gut, war nicht zu schwer. "sie stammt vom besten Pfeiffenmacher der Schweiz. Ich habe die auch ein paar Tabakproben einpacken lassen. Wenn sie dir gefallen, ein Brief genügt und er schickt dir soviel du willst" Lächelnd schaute Amanzia mich an.

"Danke dir, sie liegt sehr gut in der Hand, vielleicht weihe ich sie heute Abend ein" antworte ich ihr. Ich legte die Pfeife in den Halter zu den anderen Pfeifen am Kamin, nicht ohne einen Blick auf den Kater zu werfen, der immer noch schlafend da lag. Ich drehte mich wieder zu meiner Schwester um. Sie hielt ein kleines Leinen Säckchen in der Hand. "bevor du es öffnest, möchte ich gerne das du meinen Gedanken dahinter verstehst." meinte sie ernst du mir. Ich nahm das Säckchen in die Hand.

"wie ich dir ja geschrieben habe, waren wir ja auch bei den Reichenbach-Fällen. John meinte es wäre keine gute Idee. Ich glaube es schmerzte ihn doch noch etwas, jedoch du kennst meinen Dickkopf und so habe ihn überredet doch einen Abstecher dahin zumachen. Ich muss sagen, das ich beim Anblick der Fälle erschauderte. John überkamen wohl einige Erringungen, er sagte zwar nichts, aber sein Gesicht sagte alles. Nun ja, ich habe dir dieses von den Fällen mitgebracht" sie deutete mir das ich den Beutel nun öffnen konnte. Er enthielt einen Faust großen, grau weiß marmorierten Stein. Ich betrachte ihn schweigend, in Gedanken stand ich wieder mit Professor Moriarty an der Kante kämpfen, sah ihn hinunterstürzen. Dachte an die langen 3 Jahre die ich alle durch die Welt reiste. Plötzlich spürte ich die Hand von Amanzia auf meinen Arm. Ich sah sie an. "es tut mir leid" Sagte sie "John hatte recht, es war eine dumme Idee. Ich werfe ihn weg. Bitte verzeihe mir." Mit traurigen Blick wollte sie mir gerade den Stein aus der Hand nehmen. "Nein, es ist in Ordnung. Er ist ein gutes Geschenk, und ich weiß auch schon wo er hinkommt!" Ich ging zum Kaminsims "hier" meinte ich und legt ihn unter dem Bild der Reichenbach-Fälle.

Da Amanzia immer noch etwas geknickt aussah, wechselte ich das Thema. "Was wir den in der Oper gespielt?" Fragte ich. Amanzia, dankbar für den Themenwechsel, antworte "Eine Spanische Sängerin ist zurzeit in London. Wir hatten sie in Mailand knapp verpasst. Sie soll eine bemerkenswerte Stimme haben."

Es klopfte und einer der Baker Street Jungs kam mit einem Brief. "von Dr. Watson" sagte er. "danke dir" sagte Amanzia und gab ihn einen Schilling. "wir sollen nicht mit dem Essen auf ihn Warten." las sie vor. "wahrscheinlich konnte er es nicht lassen die neuen Geräte auszuprobieren. "Also, was machen wir den nun mit deinem Kater" fragte sie. "es ist nicht mein Kater" Schwester sagte ich etwas ärgerlich. Er schien das zu hören, den er streckte sich und ging gemütlich auf meine Schwester zu und schnurrte so lange biss sie ihn auf den Arm nahm. "was bist du doch für ein hübscher Kerl" sagte sie und begann ihn zu streicheln. "und was für ein hübsches Samthalsband" bewundernd nahm sie ihm vorsichtig ab. Doch es musste schon vorher beschädigt gewesen sein, denn es zerriss. "oh, das tut mir leid. Das wollte ich nicht"

"Es muss schon vorher defekt gewesen sein" meinte ich tröstend zu ihr "zeig mir mal das Band" Sie gab es mir "siehst du hier" und zeigt auf die Rissstelle "da war schon alles zerrissen, und es hing nur an eine oder zwei Fäden. Aber hier steht was geschrieben " ich ging näher ans Fenster und als ein Lichtstrahl auf das Band viel las ich "Teddy, Baker Street 123 Mrs. Paxton".

"so, Teddy heißt du also" Amanzia schaute den Kater an "eigentlich schade das wir nun wissen wo du wohnst. Aber ich bringe dich am besten mal nachhause, du wirst bestimmt schon vermisst!" "oder möchtest du es tun" Fragte sie mich" "Ach, wenn du magst. Ich habe da noch etwas zu tun" versuchte ich mich raus zureden. Innerlich war ich froh diesen Kater loszuwerden.

"bin sofort wieder da" sprach Amanzia, setzte den Kater auf Sofa und verschwand aus dem zimmer. Einige Minuten später kam sie mit unseren Picknickkorb zurück. "ich kann ihn ja nicht die ganze Zeit auf dem Arm haben" Meinte sie, als sie meinen Blick sah. "ich mache ihn auch wieder sauber" sagte sie als sie den Kater hinein setzt und den Korb schloss. "nimm einen Mantel mit, es ist noch sehr Kühl draußen" meinte ich als sie die Treppen hinunter ging. "ich bin bald wieder da" sagte sie noch zu Mrs. Hudson.

Durchs Fenster sah ich sie die Baker Street hinauf gehen, nicht ohne hin und wieder stehen zu bleiben und Freunde & Nachbarn zu grüßen. Mit dem Gefühl das nun alles wieder so ist wie es sein sollte, dreht ich um und lies mich in meinen Sessel fallen.

Keine 30 Minuten später ging die Haustür und an den klängen der Absätze erkannte ich das Amanzia zurück war. Doch sie schien sauer zu sein. Denn ihre schritte waren sehr stark. Sie öffnete die Tür und ich sah das sie sehr säuerlich aussah. "da will man jemanden einen gefallen tun und dann wird man noch an gemeckert." sagte sie und lies sich aufs Sofa fallen. "Was ist den passiert?" fragte ich sie.

"nun ja" begann sie "ich ging zu dieser Adresse, fand sie, klingelte und als mir der Butler aufmachte, erklärte ich das ich den Kater zurück bringen wollte. Er lies mich ein und führte mich ins neben zimmer. Keine 2 Minuten später kündigte er das erscheinen von Mister Larson an. Er stellte sich als Sekretär von Mrs. Paxton vor. Sie sei zur Zeit nicht zugegen. Ich öffnete den Korb und Teddy sprang gleich hinaus und legte sich auf einen der Stühle. "Ah, Teddy, hast du dich wieder herumgetrieben" sagte Mister Larson und wollte mir eine kleine Belohnung anbieten. Diese lehnte ich dankend ab, und erklärte das es Zufall sei, da ich gerade erst von einer Reise zurück kam. Aber wenn er wollte könne er ja dir die Belohnung anbieten. Da du ja seit ein Paar Wochen es mit Teddy Zutun hast. Kaum hatte ich das gesagt, wurde Mister Larson sauer und warf mich mit den Worten raus, warum wir erst heute auf die Idee kamen den Kater zurück zu bringen. Bevor ich etwas erklären konnte war ich auf der Straße.

"mach dir nicht zu viele Gedanken darüber. Er konnte ja nicht wissen das wir erst heute erführen wo dieser Kater hingehört. Viellicht hatte er einen schlechten Tag." versuchte ich sie zu beruhigen. "Schau mal, das hast du vergessen" sagte ich und zeigte auf den Tisch. Da lag das Schwarze Samt-band. Amanzia ging zum Tisch, nahm es in die Hand. "wäre es zu ermessen wenn ich es behalte?" fragte sie mich. "auch wenn ich Teddy nur kurz kannte, so möchte ich gerne zur Erringung haben." "ich denke, da es zerrissen ist, werden sie keine Ansprüche stellen" meinte ich.

Amanzia steckte es in ihre Handtasche. "dann werde ich mal die Koffer auspacken. Ich hoffe nur ich hatte nicht vergessen" meinte sie. "Ich denke nicht. Da du ganz Paris aufgekauft hast" neckte ich sie. "Ach du" meinte sie nur, hatte aber wieder ein lächeln im Gesicht.

Spät am Abend, kam dann auch Watson nachhause. Er hörte sich an, was wir mit unseren 4 Beinigen Besucht erlebt hatten. Er meinte auch, das dieser Larson, wohl schlechte Laune gehabt hat. "vielleicht kommt er ja mal vorbei und entschuldigt sich für sein benehmen!" meinte Watson zwischen 2 Gähnen. "Entschuldigung, ich habe es wohl etwas mit der Arbeit übertrieben".

"Wie ich es vermutet hatte, du konntest es dir nicht nehmen lassen, Alle auszuprobieren" lachte Amanzia ihn an. Verlegen schaute Watson umher. Sein Blick traf den Stein unter dem Bild. Kurz zeigte sich, ein kurzer Schmerz der Erringung. Doch er sagte nichts. "Ich denke ich sollte mich zu Bett begeben. Da ich vorhabe die Praxis morgen wieder zu eröffnen." meinte er und an Amanzia gerichtet "mach nicht mehr so lange." "Keine sorge ich komme gleich, ich möchte nur dieses Kapitel noch zu ende Lesen" Sagte sie, küsste ihn auf die Wange. Watson ging und ich sah die unausgesprochene Frage meiner Schwester. "Keine Sorge er braucht nicht mehr lange" ich stand auf und nahm den Stein in die Hand. " es war damals nicht leicht für ihn und es wird noch etwas dauern." "aber so wie ich ihn kenne dauert es nicht mehr lang. Und nun solltest du auch schlafen gehen. Es war ein langer Tag" "mach auch nicht mehr lange" meinte sie und ging nach oben.

So stand ich nun, mit einem Relikt meiner Vergangenheit in der Hand. Was in all den Jahren Passiert ist, wird ewig in meiner Erinnerung bleiben.

Am Mittwoch Abend standen wir, Watson und ich vor unserer Haustür. Eine Kutsche wartete schon. "wo bleiben die den" fragte ich etwas genervt. "Frauen Brauchen doch immer länger, um sich hübsch zu machen" meinte Watson trocken. "Na endlich" sagte ich als Mrs. Hudson erschien. Trotz ihrer Jahre stand ihr das neue Kleids sehr gut. "Passen sie auf das sie sich nicht noch einen neuen Ehemann anlachen" sagte ich zu ihr, als ich ihr in die Kutsche half. "Wozu ein Ehemann, wenn ich sie Beide habe?" meinte sie trocken. Bevor ich darauf antworten konnte hörte ich Watson nach Luft schnappen. So drehte ich mich um und sah meine Schwester. Gekleidet in ein Kleid aus Beiger Seide mit ein-gestickten Rosen, um die Hüfte ein breiter durchsichtiger Sachaal. Die Schultern umrandet von eine Stola aus weißen Nerz.

"Du wirst du schönste Frau der ganzen Oper sein" sagte Watson, als er seine Sprache wieder gefunden hatte. "Danke dir" sagte sie und küsste ihn "aber übertreiben musst du nicht. "das tut er keinesfalls" sagte ich als wir alle drinnen saßen und los fuhren. "sie aber auch Mrs. Hudson" sagte ich. Beide Frauen erröteten.

So saßen wir in der Loge. Ich überliest meinen Sitzplatz Mrs. Hudson, da ein Stuhl fehlte musste ich die erste Hälfte stehen. In der Pause waren die Blicke auf meine Schwester gerichtet. Es war ihr am Anfang wohl etwas unangenehm, doch mit der Zeit genoss sie es. Watson sagte mit seiner Körpersprache "Das ist meine Frau".

Amanzia hatte nicht Zuviel versprochen, die Sängerin war wirklich hervorragend. So lehnte ich mich zurück, ich hatte ja nun auch einen Stuhl, und lies mich mit der Musik davon treiben. Als das Konzert zu ende war, sah ich, das Amanzia eng an die Brust von Watson gedrückt, sich ein Paar Tränen weg wischte.

"Ich hoffe es hat den Damen gefallen" sagte ich als wir auf dem Weg zurück nach hause wahren. "es war Traumhaft" sagte Mrs. Hudson "vielen dank Mrs. Watson." "sie haben es verdient." meinte Amanzia "denn nicht jeder hält es mit diesen beiden Männern aus" meinte sie scherzhaft. "so schlimm sind wir nun wirklich nicht" sagte ich und Watson wie aus einen Mund. So mussten wir alle von ganzen Herzen lachen.

"Was ist denn da los?" Fragte ich als wir vor unserer Tür anhielten. Die Tür der Kutsche öffnete sich und wir sahen das Gesicht von Inspektor Lestrade. "Guten Abend" sagte er "Mister Holmes, ich müsste sie mal unter 4 Augen sprechen" "dann sollte ich die Damen nach oben bringen" meine Watson und machte sich dran die Kutsche zu verlassen. "Ich bitte Sie noch etwas zu warten" sagte Lestrade und verschloss wieder die Tür.

Wir gingen einige Schritte auf die Wohnungstür zu, ich sah sofort das etwas damit nicht stimmte."Mister Holmes" begann Lestrade "wir wurden von einem Jungen informiert das wahrscheinlich in ihre Wohnung eingebrochen wurde" Er winkte einen Jungen näher, ich erkannte ihn als Mitglied der " Baker Street Jungs". "Sag nochmal was du mir erzählt hast" Sagte Lestrade zu ihm. "nun" begann der Junge "ich, naja wir wussten ja das sie alle heute in der Oper sind und haben uns gedacht wir schauen manchmal nach ihrer Tür. Es könnte ja sein das jemand zu Ihnen wollte. Dann hätten wir angeboten Ihnen später eine Nachricht von jenen Besuch zu geben." "natürlich nicht ganz umsonst" sagte ich nicht ohne Belustigung. "erzähl weiter".

"ich hatte gerade meine Wache übernommen als ich Licht im unteren Zimmer sah. Ich lief sofort los und suchte einen Polizisten. Denn ich wusste ja da Sie alle nicht zu hause sind." "Ich bekam die Nachricht das was bei ihnen nicht stimmt" sagte Lestrade "deshalb bin ich mit einigen Polizisten sofort hierher geeilt. Wir sahen einen Lichtschein, der sich bewegte. Mann versicherte sich das die Haustür wirklich verschlossen war und dank der Hilfe zweier Kräftigen Männer brachen wir die Tür auf. Doch leider sprangen die Täter, wir konnten noch 2 sehen, schnell aus den Fenster und flüchteten über die Hinterhöfe"

Ich bemerkte das Amanzia ausgestiegen ist und zu uns kam. "was ist den passiert?" fragte sie. "man hat bei uns eingebrochen" antworte ich. Amanzia erschrak "ist den was gestohlen worden? Weiss man denn schon wer es war?" Lestrade meldete sich zu Wort. "leider konnten die Täter entkommen, aber wir suchen nach ihnen. Wären sie so nett im Haus nachzusehen ob etwas fehlt?" fragte er mich. "ich komme mit" sagte Amanzia sofort ich wollte es ihr ausreden doch sie sagte: "ich lasse doch keinen der Männer in meiner Persönlichen Wäsche wühlen!" "nun denn" meinte Lestrade "wären sie soweit?" So gingen wir vorsichtig in den Flur. Überall lagen die Möbel durcheinander, Zeitungen, Bilder und Schriftstücke lagen auf dem Boden verstreut. "hier unten ist das Durcheinander am schlimmsten" meinte Lestrade zu uns. "Hier hat doch Mrs. Hudson ihre Räume" wand Amanzia ein. Wir gingen gerade am ihrem Schlafzimmer vorbei als Amanzia sah wie grobschlächtig ein Junger Polizist das Zimmer durchsuchte. "Haben sie denn keine Manieren gelernt? Oder gehen sie auch so mit der Bekleidung ihrer Mutter um?!" fuhr sie ihn an. Er erschrak schaute Inspektor Lestrade mit einer Mischung aus Verlegenheit und nicht wissen was er tun sollte an. "Sie haben die Dame gehört" sagte Lestrade. Ich wandte mich an Lestrade "vielleicht sollte Mrs. Hudson einmal nachsehen ob etwas fehlte und wir gehen ab besten nach oben." "eine gute Idee." meinte er "Mrs. Watson; da ihre Räume nicht besucht worden, könnten sie mit Mrs. Hudson nachsehen was fehlt?"

"Kein Problem" sagte sie drehte sich zur Tür, nicht ohne dem Armen Polizisten noch einen giftigen Blick zuzuwerfen. "ich an ihrer stelle, würde uns nach oben begleiten. Wenn ihnen ihr Seelenheil lieb sei" Wortlos, dennoch mit einem Dankbaren Blick begab er sich mit uns nach oben.

In unseren Wohnzimmer und meinem Schlafzimmer sah es schlimmer aus als unten. Die Möbel umgeworfen , die Schubladen aufgerissen, die Papiere herausgerissen und im ganzen Zimmer erteilt. Die Bilder von der Wand gerissen, zum teil waren einige aus dem Rahmen. Meine Pfeifen lagen vor dem Kamin, der Tabacksschuh ausgeleert. Im Schlafzimmer war alles aus den Schränken und auf dem Boden verteilt. Mein Bett zerwühlt und die Matratze hochkant gegen die Wand gestellt.

"können sie schon sagen was fehlen könnte?" fragte Lestrade. Ich schaute mich um, hob hilflos die Arme nach Oben. "ich könnte in diesem ganzen Chaos nicht mal sagen was da ist." Von unten hörten wir den leisen aufschreie von Mrs. Hudson, die wohl gerade ihre Räume betreten hatte. "Inspektor, ich denke wir sollten die beiden Damen heute Nacht wo anders unterbringen. Watson und ich werden dann in aller ruhe sehen können was wir an Spuren finden können." "Ich denke das wäre das beste, aber wo sollten sie den hin? Fragte Lestrade. "Die Räume der Praxis von Dr. Watson sollten für einige Tage ausreichen. Wie ich den guten Doktor kenne, hat er alles so gelassen wie es ist. Ich werde eben meine Schwester beschied sagen. Fassen sie ja nichts an!" Sagte ich mit allen Ernst den ich aufbringen konnte.

"Amanzia könnte ich dich bitte sprechen?" fragte ich als ich unten ankam. "was gibt es denn? Sieht es oben sehr schlimm aus?" Besorgt schaute sie mich an. "Es sieht schlimmer aus als es ist. Aber zu meinem anliegen; es ist Spät und hier, in diesen Chaos, kann keiner beruhigt schlafen" ich zeigte mit der Hand um mich. "Würdest du bitte ein Paar Sachen einpacken, und Mrs Hudson auch. Ihr werdet die nächsten Tage bitte in den Räumen der Praxis wohnen. Wir brauchen etwas Zeit um alles wieder herzurichten."

"ich packe schnell etwas ein, würdest du John bitte Bescheid sagen? Er wartet noch in der Kutsche." Sie ging schnell die Treppe hinauf und als ich von Watson wieder herein kam sah ich sie schon mit einem Koffer vor der Treppe stehen. "Mrs. Hudson weiß ja noch nichts, ich sage es ihr gleich und helfe ihr beim Packen" sprach sie und war schon in dem Zimmer hinein gegangen.

5 Minuten später verabschiedete sich Amanzia und die Kutsche fuhr los. "Watson wir haben viel zu tun. Wir müssen besonders vorsichtig sein um keinen Hinweis zu übersehen."meinte ich. Ich ging mit Watson zuerst nach oben ins Wohnzimmer. "achten sie auf jede Kleinigkeit!" ermahnte ich Watson und Lestrade, der immer noch am selben Platz stand.

Wir fingen an, jeder in einer anderen Ecke, erstmal Ordnung zu machen. Was aufgrund der schwere des Chaos länger dauerte als wir dachten. Watson war gerade dabei eines der Bilder wieder aufzuhängen als er mich rief. "sehen sie was am Rahmen hängt!" Ich nahm meine Lupe und schaute mit den Rahmen genauer an. Es hingen 3 kleine schwarze Haare dran. Ich nahm sie mit spitzen Fingern vom Rahmen und legt sie auf ein Blatt Papier. "sieht nicht nach Menschenhaaren aus!" sagte ich und schaute mir die Haare genauer an. "es sind Katzenhaare" sagte ich nicht ohne etwas Endtäuschung. "sie haben doch aber keine Katze" meinte Lestrade. Ich schaute ihn an und ehe ich was sagte begann Watson von dem Kater zu berichten. "Schade" sagte Watson "ich dachte wir hätten eine Spur gefunden." Er nahm das Bild wieder in die Hand und hing es auf. Wir fanden keine brauchbare Spur, nur ein halber Schuhabdruck vor der Hintertür.

Die sonne fing an aufzugehen. Ich schickte Lestrade nach hause, nicht ohne das versprechen ihn sofort zu informieren wenn wir neue Erkenntnisse haben. "was suchten diese nur?" fragte Watson. "keine Ahnung, aber für heute können wir nichts mehr tun. Wir sollten zu ihrer Praxis fahren und versuchen wenigstens noch ein Paar Stunden Schlaf zu finden." Meinte ich müde und schaute ob eine Droschke unterwegs ist. "sieht nicht danach aus, das eine Droschke für uns da wäre" meinte ich "dann müssen wir zu Fuß gehen." Schweigend gingen wir durch die Straßen, am Horizont war schon das erste Morgenrot zu sehen. Plötzlich meinte Watson "was wenn wieder jemand versucht in unsere Wohnung einzubrechen? Es ist ja keiner da!"

"keine Sorgen" meinte ich müde "ich habe die Baker Street Jungs gebeten weiterhin ein Auge auf unsere Wohnung zu haben. Wenn heute noch was passieren sollte, so werden wir sofort informiert" Wir erreichten die Praxis, als die ersten Sonnenstrahlen den kommenden Tag ankündigten. Da ich davon ausging das Amanzia und Mrs. Hudson noch schliefen, sagte ich Watson das er leise sein soll, denn wir wollten die Damen nicht wecken. So gingen wir leise die Treppe hinauf. Watson stand in der Tür zum Wohnzimmer, und winkte mich näher. Er hob den Finger an seine Lippen. Leise gingen wir ins Zimmer. Amanzia lag eingehüllt in eine Decke auf dem Sofa und schlief. Ich konnte verstehen warum Watson sie seinen "Schlafenden Engel" nennt.

"ich denke sie sollten das Sofa in ihren Behandlungszimmer nehmen" sagte ich leise. "und sie?" fragte Watson "ich nehme den Sessel hier" und zeigte auf den neben dem Kamin. "ich nehme an Mrs. Hudson hat unser Schlafzimmer bekommen" meinte Watson "Da die anderen Decken im Schlafzimmer sind, könnte ich leise versuchen welche zu hohlen." "für mich nicht" sagte ich und schürte das Feuer wieder an. "es ist warm genug. Aber sie sollten sich eine hohlen" "nicht nötig" meinte Watson "ich habe immer eine im Behandlungszimmer." er warnte sich zum gehen. "ich wünsche eine angenehme Nachtruhe" sagte Watson leise als er ging. Ich schob den Sessel näher an den Kamin, stellt den anderen davor. Gerade als ich dabei war meine Füße hochzulegen, hörte ich die müde Stimmer meiner Schwester. "hab ihr was heraus gefunden?"

"nein, leider nicht" sagte ich leise und ging zu ihr "die Einbrecher wurden gestört. Aber mache dir keine Gedanken mehr darüber! Schlaf weiter." ich deckte sie wieder zu und sie schlief schnell wieder ein. Doch mir ging noch Zuviel durch den Kopf. Was hat man nur gesucht? Wer waren die Einbrecher? Je mehr ich darüber nachdachte um so mehr Fragen taten sich auf. Während ich den Flammen des Feuers zusah übermannte mich doch der Schlaf.

Ich erwachte durch das klirren der Kaffeekanne. Ich schaute umher. Mrs. Hudson stand am Tisch und bereitete das Essen vor."entschuldigen sie bitte" meinte sie. "ihre Schwester meinte ich solle sie noch Schlafen lassen". Ich stand langsam auf, streckte mich ausgiebig und gönnte mir eine Tasse heißen Kaffee. "wo sind die anderen?" Fragte ich wären ich mir von dem Rührei mit Schinken auf den Teller nahm. "Dr. Watson ist zu einem Hausbesuch und ihre Schwester ist von Inspektor Lestrade abgeholt worden.Er bräuchte ihre Hilfe, meinte er" Sagte sie während ich etwas aß. "darf ich fragen wie schlimm es ist" fragte sie vorsichtig." "Dr. Watson und ich haben soweit alles wieder hergerichtet, außer ihren Räumen. Da ich dachte das sie, vielleicht mit der Hilfe meiner Schwester, ihre persönlichen Dinge selber in Ordnung bringen wollen" sagte ich zu ihr. Dankbar nickte Mrs Hudson nur und ging aus dem Zimmer.

Amanzia kam gegen Mittag wieder. "Du bist ja schon wach" sagte sie als sie ins Zimmer trat. "was wollte den Lestrade von dir" fragte ich sie. "nun, er hatte ein paar Fragen, wegen dem Einbruchs. Ob ich jemanden erzählt habe das wir alle nicht da sein sollten, ob ich jemanden in verdacht hätte oder jemanden gesehen hätte der vielleicht was vorhätte. Du weißt schon" sagte sie während ich aus dem Fenster sah. "das was der Yahrt immer fragt und da du noch schliefst, gingen wir etwas Spazieren"

Draußen sah ich eine Droschke vor der Tür anhalten, ein junger Mann stieg aus und klingelte. Mrs. Hudson öffnete, wechselte ein Paar Worte mit ihm und er stieg wieder ein uns fuhr weiter. " Watson, ein Brief für sie" sagte sie als Mrs 'Hudson eintrat. "danke sehr" sagte meine Schwester " ach Mrs. Hudson, ich denke das war naher wieder in die Wohnung zurück gehen." sie schauten mich beide an "ja ja, ich denke das können wir. Watson und ich haben leider ja nichts gefunden und ich denke das es bei diesem einen versucht geblieben ist." meinte ich. "von wem ist den der Brief" fragte ich. Amanzia öffnete ihn und las dann schaute sie mich erstaunt an. "Er ist von Mrs. Paxton, der Besitzern des Katers" sagte sie "sie schreibt, sie bedaure das verhalten von Mister Larson und lädt uns" sie schaute mich an "heute Abend zu einem Dinner ein. Wir möchten bitte gegen Acht Uhr erscheinen" Amanzia schaute etwas unschlüssig "dann sollten wir auch hingehen" meinte ich zu ihr.

Später saßen wir zu dritt in der Droschke und fuhren Richtung Baker Street. Dort angekommen gingen Amanzia und Mrs. Hudson gleich in die Räume von Mrs. Hudson begannen sie wieder herzurichten. Gegen 5 Uhr kam Watson nach hause. Erschlagen setzte er sich in einen Sessel und schloss die Augen. "man ahnt ja nicht, wie schnell es sich herumspricht das man wieder da ist. Und jeder will wissen wo wir alles waren und was wir erlebt haben." Er schaute mit halb geöffneten Augen umher. "wo ist den Amanzia?" fragte er. "Sie hilft Mrs. Hudson ihre Zimmer weiter herzurichten. Sie hat heute einen Brief von Mrs. Paxton mit einer Einladung zum Dinner erhalten." Watson gab nur ein brummen von sich "Ich glaube, ich sollte Amanzia beschied sagen, das sie sich umzieht." "gehen sie ruhig" sagte Watson und ich ging zu den Damen hinunter. Die Räume waren fast fertig aufgeräumt und ich fand sie beide über ein Stapel Fotos sitzen. "Entschuldigt die Störung" sagte ich "aber erst ist fünf durch. Ich denke du möchtest dich fürs Dinner fertig machen und dein Mann ist wieder da" Ich half Mrs. Hudson hoch und ich ging dann mit Amanzia hoch "Watson ist ziemlich erschlagen, war wohl ein langer Tag für ihn" sagte ich als wir gerade durch die Wohnzimmertür gingen.

Wir sahen Watson schlafend im Sessel und sein Schnarchen hallte durchs Zimmer. Amanzia lächelte und ging zu ihm, küsste ihn auf die Wange und sagte leise zu ihm. "aufwachen John" er öffnete langsam die Augen und sagte verschlafen "da bist du ja"

Amanzia half ihn langsam hoch "du solltest ins Bett gehen, im Sessel zu schlafen ist ungesund" "aber deine Einladung" sagte Watson schlaftrunken "ich sollte..." "das einzige was du solltest ist dich auszuschlafen" unterbrach Amanzia ihn. "Sherlock geht mit mir hin, also brauchst du dir keine Sorgen machen" Sie küsste ihn "so und nun Schlaf gut" Ohne eine weitere Widerrede ging Watson die Treppe hoch und war nicht mehr gesehen.

"ich gehe gleich auch hoch und ziehe mich um. Willst du zu Fuß gehen oder sollen wie uns eine Droschke nehmen" fragte sie mich. "ich denke wir gehen zu Fuß" antwortete ich ihr.

Kurz vor Sechs gingen Amanzia und ich die Baker Street entlang. Sie erzählte mir gerade das Watson so wie er war ins Bett gefallen sei und selig schnarchte. Vor uns war plötzlich ein Tumult. Als wir näher kamen sahen wir das ein junge von einem Polizisten am kragen festgehalten wurde und er lauthals ihn beschimpfte. "du und dein Diebisches Pack habt hier nichts zu suchen" schrie der Polizist. Bevor ich irgendetwas sagen oder tun konnte war Amanzia schon vor gelaufen und rief laut: "Thomas John Sanders, wie oft habe ich dir verboten um diese Zeit noch draußen zu sein" Sie nahm dem Polizisten Einfach den Jungen aus der Hand und zog ihm am Ohr. "Sie kennen diesen Jungen?" fragte der Polizist. Meine Schwester. "Ja das ist der missratene Sohn der Schwester meines Mannes. Er wurde zu mir geschickt damit er Manieren lernt. Aber anscheinend hilft nur Handfestes" sagte Amanzia und drohte dem Jungen mit der Flachen Hand. Ich ging zu ihr und beschwichtigte sie, "Sei doch nicht so streng zu deinem Neffen, du weißt doch wie Jungs sind!" "was hat er den ausgefressen?" fragte ich "er hat sich herumgetrieben, und da vor kurzen versucht wurde einzubrechen, haben wir ein Auge auf solches Gesindel" sagte er und schaute wieder Richtung des Jungen. "Sherlock, hast du mal ein Stift und Papier?" fragte Amanzia mich. "bestimmt habe ich was dabei" sagte ich und suchte in den Taschen.

Ich fand etwas Papier aber keinen Stift. "hätten sie einen Stift dabei" fragte ich den Polizisten Er schaute nach und fand einen Stift. Er gab ihn Amanzia. "Dreh dich um und mach einen Buckel" sagte sie streng zum Jungen. Sie schrieb etwas, doch ich konnte es nicht lesen. Sie faltete es und gab es dem Jungen. Den gibst du meiner Schwester und ich will dich morgen pünktlich bei mir sehen, dann kannst du dich im Garten gut tun!" Oder wollen sie ihn noch weiter festhalten?" fragte sie den Polizisten. "nein, wenn er zu ihnen gehört, dann kann er gehen, aber ich will ihn nicht wieder hier um diese Zeit sehen" meinte er und ging. "Danke Tante" rief der Junge und war schnell verschwunden.

"Du schon wieder" sagte ich, als wir weiter gingen. "er tat mir nun mal leid und außerdem gehört er ja zu deine "Bande". Du hättest das gleiche getan" Lächelnd schaute sie mich an. Eigentlich hatte sie recht, aber das wollte ich nicht zugeben. Wir waren Punkt Acht da, als uns Mister Larson die Tür öffnete und uns mit den Worte. "Mrs Paxton kommt sofort" in den Salon geleitete. Amanzia sah auf einen Stuhl den Kater sitzen. "Hallo Teddy, mein süßer. Wie geht es dir denn" sie ging zum Stuhl, kniete sich hin und fing an Teddy zu streicheln. Er fing an zu schnurren und genoss die streicheleinheiten. Als Mrs Paxton ins Zimmer trat, fauchte er und sprang herunter und lief unter dem Tisch. "er weiss genau das er nicht auf dem Stühlen liegen darf" Sagte sie und trat zu uns "Er ist halt schon ein großer Schlingel. Sie müssen Mrs. Watson sein! Ich in Amanda Paxton" Sie reichte meiner Schwester die Hand. Amanzia ergriff sie und ich bemerkte ein leichtes zögern in ihrem Gesicht. "Danke das sie Teddy wieder nach hause gebracht haben".

"und dann sind sie bestimmt Sherlock Holmes!" Sie drehte sich zu mir und ich erwiderte ihr lächeln. "Wie unhöflich von mir, bitte setzen Sie sich doch" Wir nahmen platz und ich bemerkte wie der Kater mir sachte um die Beine ging. "Ich muss mich für Mister Larson´s verhalten entschuldigen, er war sehr, nun ja sagen wir, ungehalten am jenen Tag" Sie sprach und klingelte. Larson kam ins Zimmer, er sprach zu meiner Schwester: "ich möchte mich in aller Höflichkeit bei Ihnen entschuldigen. Ich war an dem Tag nicht ganz ich selbst. Das entschuldigt dennoch nicht meine Unhöflichkeit. Ich hoffe dennoch Sie nehmen meine Entschuldigung an" Er verneigte sich etwas und wartete darauf was meine Schwester sagte.

Amanzia schaute ernst, doch dann lächelte sie etwas und meinte, "ist schon vergessen. Ich hoffe aber das wird nicht wieder vorkommen" "bestimmt nicht" meinte er "Vielen dank." an Mrs. Paxton gerichtet "wenn sie mich dann entschuldigen, ich hätte da noch einige Aufgaben zu erledigen" Mrs. Paxton Nickte nur und Mister Larson ging aus dem Zimmer. "wie ich gehört habe, hat sich der Schlingel, sich bei ihnen immer herumgetrieben?" Fragte sie mich.

"nun ja, er fand wohl gefallen an den Kochkünsten meiner Vermieterin. So das er, so oft er konnte durch die Hintertür herein kam." Ich lachte dabei "er ist ein schlauer Kater. Wuste immer wie sich rein schleichen konnte.

Mrs. Paxton lachte "ja, er ist ein kleiner Schlingel. Er treibt sich besonders gerne rum. So weiss ich jetzt schon wieder nicht wo er ist" sagte sie. "er ist bei mir" sagte Amanzia "er liegt eingerollt auf meinen Schoß" Mrs. Paxton lächelte und fragte"Was ich noch fragen wollte; haben Sie noch das Samt band, was Teddy getragen hat" Amanzia antwortete "leider nein. Als ich es ihm abnahm ist es leider zerrissen und da ich annahm das Sie es, so kaputt es war, nicht mehr gebrauchen. Habe ich es weggeworfen." Betroffen schaute sie Mrs. Paxton an "ich hoffe es war nicht zu wertvoll" "nein, nicht zu sehr. Es ist zwar schade aber, es lässt sich nicht ändern" meine Sie "aber nun sollten wir uns das Essen schmecken lassen!" Den Rest des Abends verlief recht unterhaltsam. Die Frauen unterhielten sich über die neuste Pariser Mode und ich hatte viel vergnügen die alten mauern des Hauses zu betrachten.

Als es Zeit war zu gehen, versprach Amanzia das Teddy gerne immer wieder bei uns zu Besuch kommen dürfte. An der Tür half ich ihr in den Mantel, als mir einige schwarze Haare darauf auffielen. Ich zupfte sie ab, Amanzia schaute mich an. "da waren nur ein paar Katzenhaare" sagte ich ihr. "Das ist das los, wenn man eine Katze Hat, man findet Haare über all" sagte Mrs. Paxton.

Wir gingen durch das Nächtliche London, Amanzia war sonderbar schweigsam. "hast du etwas?" fragte ich sie. "nein nein, es ist nichts" sagte sie., doch ich kannte sie besser und meinte "deinen Doktor kannst du vielleicht etwas vormachen, aber mir doch nicht! Also raus mit der Sprache!".

"Es ist vielleicht nichts, aber sie kam mir so falsch vor. Verstehe mich bitte nicht falsch, aber als sie ihren Namen sagte.............Es klang so, wie soll ich es sagen?? hm......." Amanzia blieb stehen, schaute mich an "als ob es nicht ihr richtiger wäre." Ich musste etwas lächeln. "bestimmt ist sie, wie du jung verheiratet und hat sich noch nicht dran gewöhnt. Schließlich hast du dich auch des öfteren noch Holmes genannt" ich nahm sie wieder beim Arm und so gingen wir weiter.

Zu Hause angekommen ging Amanzia gleich nach oben, sie wünschte mir noch eine gute Nacht. Im Zimmer suchte ich und fand es, wenn ich recht hatte, sollte es noch eine gute, nein eine sehr gute Nacht werden.







Erst spät am nächsten Morgen kehrte ich in meine Räume zurück. Mrs. Hudson und Amanzia erschraken als sie mich sahen. "Sherlock was ist dir passiert? Wo warst du die ganze Nacht?" besorgt eilte sie zu mir. Mrs. Hudson ging nach oben und kehrte im bei sein von Watson wieder.

"Holmes, sie machen ja Sachen!" sagte er "erst verschwinden Sie ohne ein Wort, mitten in der Nacht und dann erscheinen sie wieder mit den Kratzern im Gesicht. Wo waren sie bloß?" Er öffnete seine Arzttasche doch ich winkte ab. "Es ist nichts," Ich sah die Verwunderung und umgestellten Fragen in den Gesichtern der anderen, doch ich wollte noch nicht mit der ganzen Geschichte herausrücken. Meine Schwester gab aber nicht nach und fragte erneut nach. "Amanzia, ich bitte dich." meinte ich etwas genervt "bald wirst du alles erfahren und bis dahin bitte ich dich, lass mich etwas Schlaf nachholen!". So ging ich in mein Schlafzimmer und ehe mein Kopf das Kissen berührte war ich schon eingeschlafen.

Gut erholt erwachte ich einige Stunden später. Als ich ins Wohnzimmer ging saß Amanzia am Fenster, sie wollte was sagen, doch dann schüttelte sie leicht den Kopf und las weiter in ihrem Buch. Später am Nachmittag, Amanzia und Watson diskutierten gerade über die Auswirkungen der Grippe bei Neugeborenen, als es unten läutete. "Ah, ich glaube es ist für dich" sagte ich an meine Schwester gerichtet. Amanzia schaute mich fragend an, als Mrs. Hudson schon die Tür öffnete, "Wie schön das Sie kommen konnten. Darf ich vorstellen! Mrs. Violett Paxton." ich sah sie erstaunten Gesichter von Watson von Amanzia. Mrs. Paxton trat näher, "wie ich sehe haben sie den "Ehrengast" auch mit gebracht" sagte ich als hinter ihr ein Junger Mann ins Zimmer trat. Auf dem Arm ein Korb, als er ihn Öffnete sprang daraus ..."Teddy!" entfuhr es Amanzia. Der Kater lief auf sie zu, Amanzia nahm ihn auf dem Arm und kraulte ihn. Ich ging zu ihr "wir haben Besuch" flüsterte ich ihr zu. "oh, verzeihen Sie mir bitte" meinte sie verlegen.

Ich geleite Mrs. Paxton zum Sofa, Amanzia sah mich zuerst an und dann fragte sie "Du sagtest Paxton. Wie?" "dieses ist die richtige Mrs. Paxton. Wie du dich ja erinnerst, hattest du ja das Gefühl das die Dame von gestern Abend irgendwie nicht zu dem Namen passt." sagte ich zur ihr. "Als wir gingen fand ich einige Katzenhaare auf deinen Mantel. Als ich sie mir näher betrachtete sah ich das es kein reines Schwarz war, sondern ein tiefes Dunkelgrau mit einigen Schwarzen -anteilen." Es stimmt" sagte Mrs. Paxton "ich habe neben Teddy noch eine dunkelgraue Perser Katze. Doch diese ist immer so schüchtern, wenn ich Besuch bekomme, so das sie sich immer versteckt und erst raus kommt wenn der Besuch gegangen ist"

"da mir auch der Name Larson irgendwie bekannt vor kam, habe ich in meiner Kartei nachgesehen und siehe da; Larson, auf dem Kontinent bekannt als geschickter Safeknacker." ich ging zum Kamin "Und da das Gespräch mit der falschen Paxton auf das schwarze Samthalsband kam, dachte ich mir, das es was mit jenen auf sich haben muss. So habe ich es mir gestern Abend, aus deiner Tasche genommen, und es mir genauer angesehen. Da es ja schon zerrissen war, trennte ich die Naht ganz auf, und ich fand zu meiner überraschend eingebettet eine kleine Zeichnung. Es handelte sich um den Grundriss der neuen Bank. Die wird ja gerade im Westend gebaut."

"Aber was hat das alles nun zu bedeuten" unterbrach mich Watson "Geduld mein alter freund" meinte ich. "all dies zusammen kam mir dann doch etwas komisch vor, und so besuchte ich das Haus heute Nacht noch einmal." "was ein Glück für mich war" meinte Mrs. Paxton. "Ich muss zugeben" sagte ich "ich benutzte ein Kellerfenster. Doch auf das was ich dort vorfand, nun ja, darauf war ich nun nicht vorbereitet. In einer Ecke fand ich Mrs. Paxton gefesselt und auf einem altem Bett liegend."

"Ich habe mich fürchterlich erschrocken" sagte sie "Doch Mister Holmes gab mir gleich zu erkennen das er da war um mich zu retten" "leider" meinte ich "war ich wohl nicht leise genug, den plötzlich stand dieser Larson in der Tür. Einen Revolver in der Hand. Er zwang mich damit nach oben zu gehen. Als ich durch die Kellertür ging sah ich, daneben, Teddy liegen. Larson muss ihn wohl nicht mögen, denn als dieser ebenfalls durch die Tür ging, sprang ihn Teddy an und biss ihn in die Hand. Er fluchte und wollte gerade Teddy von sich wegziehen als ich mich auf ihn stürzte. Teddy biss und kratzte immer wilder, und leider erwischte er auch mich, doch mir gelang es die Waffe zu entreißen und diesen Larson damit in -schach zu halten."

"Teddy, seiner Rache erhalten, legte sich, wie ich meine, zufriedenen Gesicht, wieder neben die Tür und beobachtete uns sehr genau. Ich ging mit Larson wieder zurück in den Keller wo ich ihn anstelle von Mrs. Paxton Knebelte und fesselte. Leise ging ich wieder die Treppe hinauf, auf der Suche nach der falschen Paxton. Diese fand ich in der Küche, wo sie gerade zu einem Herrn sprach "wenn sie möchten das wir Ihrer Frau nichts antue, dann sollten sie das tun was wir wollen. Ansonsten wissen Sie ja, was dann passiert" leise ging ich durch die Tür "was wird den dann passieren?" fragte ich. Sie erschrak und drehte sich zu mir um. "Wenn Sie nach ihren Handlanger rufen wollen, der liegt gefesselt im Keller." sagte ich zu ihr. Mister Paxton nehme ich an, Ihre Frau ist in Sicherheit. Wären Sie so nett und würden die Polizei holen, während ich diese Dame bewache?"

"Mein Mann ging sofort und ich begleitete ihn, denn ich wollte nicht in Gesellschaft dieser Verbrecher warten" sagte sie "Wenig später" sagte ich "kam Mister Paxton in Begleitung einige Beamten zurück. Als man diesen Larson aus dem Keller führte, meinte wohl Teddy, seine Rache sei noch nicht vollendet, den als man an ihm vorbeiging, konnte er es nicht lassen noch einmal herzhaft in das Bein von Larson zu beißen."

Amanzia ging zu Teddy und streichelte ihn, "So süß und dann so was" sagte sie. Teddy schaute sie an und gab nur ein leises "Miau" von sich. "Aber warum das ganze?" fragte Watson. "Sehen sie" sagte Mrs. Paxton "mein Mann ist der Leiter des Architektur Büros das die neue Bank im Westend baut. Mann brach bei uns ein und nahm mich als Geisel. So wurde mein Mann dazu gezwungen die Pläne der Safe´s und der des Grundrisses aus dem Büro zu entwenden. Sie können sich denken, das man höchste Sicherheit walten ließ, und so entstand der Plan, das mein Mann jeden Morgen unbemerkt, Teddy ins Büro schmuggelte. Da man die Angestellten nie beim reingehen kontrollierte, sondern nur beim verlassen, war es ein leichtes. Mein Mann lies Teddy immer Mittags aus dem Fenster hinaus. So das er, hoffentlich, den Heimweg findet. Ich habe vorsichtshalber meine Adresse in das Halsband eingenäht, falls er mal verloren gehen sollte".

"Zum Glück ist er das" meinte Amanzia "wer weiss was man Ihnen noch angetan hätte." Es klopfte und Mrs. Hudson kündigte den Besuch von Inspektor Lestrade an. "Wie ich sehe sind sie schon da, Mrs. Paxton" sagte er als er ins Zimmer trat. "Es wird Sie auch freuen zu hören das wir nun wissen wer für den Einbruch bei Ihnen verantwortlich ist" meinte er zu mir. "Dieser Larson und deine Komplizen, die mit richtigem Namen, Rosa Kamon, heißt haben soeben den Einbruch gestanden"

"Lassen sie mich raten" sagte ich "sie Suchten ein schwarzen Samthalsband" Lestrade schaute erst etwas verblüfft, doch dann meinte er nur "Ich hätte es wissen müssen, das Sie schon wieder alles wissen. Nun ja, es stimmt und weswegen, das wissen sie bestimmt auch schon" meinte er mit einem leichten grinsen. "sind Sie sicher das ihr Kater keine Tollwut hat? Er hat Larson ziemlich zugerichtet" sagte an Mrs. Paxton gerichtet.

Ehe sie antworten konnte nahm Amanzia Teddy auf dem Arm und ging mit ihm zu Lestrade. "Wie können Sie meinen das ein solcher Engel Tollwut hat" sagte sie und hielt Lestrade den Kater hin. Teddy sah Lestrade und fauchte ihn an, doch ich glaube eher aus Spaß als aus ernst.

"Wenn sie es sagen" meinte er argwöhnisch und schaute etwas ängstlich als Teddy sich zu seinen Füßen niederließ und anfing mit seinen Hosenbein zu spielen. Vorsichtig er hob er sich und sagte "Leider muss ich ihnen Mrs. Paxton nun entführen, aber wir bräuchten noch Ihre Aussage"

Mrs. Paxton erhob sich und meinte zu uns "Dann sollten wir aufbrechen. Teddy komm" Amanzia hob Teddy auf und ging mit ihm zu Mrs. Paxton "Ich hoffe Teddy darf uns doch mal besuchen" Sie kraulte Teddy und schaute traurig zu Mrs. Paxton. Diese nahm Teddy hoch und schaute ihn ins Gesicht "Wie ich sehe hast du dich in das Herz vom Mrs. Watson geschlichen, du Casanova" Lachend setzte sie ihn in den Korb. Ging zu Amanzia nahm ihre Hand und sagte zu ihr "Wenn Sie es erlauben, darf Teddy jederzeit Sie besuchen, aber Sie müssen mir versprechen ihn nicht zu sehr zu verwöhnen" Amanzia´s Gesicht erstrahle "Das werde ich schwer versprechen können" lachte sie. Mrs. Paxton und Inspektor Lestrade gingen.

Einige Wochen danach war zu lesen das Rosa Kamon und Larson zu lang Jährigen Gefängnis strafen verurteilt wurden. Mister Paxton wurde von Vorwurf der Spionage freigesprochen, da er nie die Originale raus schmuggelte. Was nun Teddy betraf, so hatte er bei uns ein zweites zuhause gefunden und so oft er Lust hatte kam er und legte sich auf sein Kissen, Amanzia hatte es selber genäht, am Kamin. Mrs. Paxton und Amanzia verband nun eine enge Freundschaft und das alles nur wegen einem schwarzen Kater. Auch wenn er hin und wieder mir mein Frühstück klaut, so bin ich froh das ich ihn kennenlernen durfte.