Die Rückkehr des Prof. Moriarty


Es war ein scheußlicher Winter gewesen, doch nun war endlich der Frühling angebrochen. Doch meiner trübe Stimmung vermochte er nicht zu helfen. Meine Schwester war zusammen mit einer Freundin nach Schottland gefahren und Watson, nun ja, er sprach seit 3 Tagen nicht mehr mit mir. Es mochte ja sein, das ich etwas zu schroff war und ihn einen Drittklassigen Dorfarzt nannte, doch er musste wissen wie ich reagierte.

Es war morgens kurz vor den Frühstück, ich saß nachdenklich in meinem Sessel, als Watson, wohl mal wieder nach der Zeitung suchend, darüber meckerte wie es in unseren Wohnzimmer aussieht. "Holmes wie können sie es nur immer wieder schaffen, das es hier aussieht, als ob banalen hier hausen" schimpfte er und fing an die Papiere, zu ordnen.

"Watson, ich bitte sie. Das muss doch nun nicht wirklich sein" wand ich Genervt ein. "Oh doch, und egal was sie sagen ich Räume diesen Saustall auf. Ich wohne schließlich auch hier!" Er hob eine verkohlte Zeitung hoch "war das die Times von heute" fragte er säuerlich. "nun ja" meinte ich, ich musste vorhin noch eine These überprüfen."

"könnten sie wenigstens warten biss ich sie gelesen habe?" meinte Watson und wollte gerade weiter machen als sein Blick auf ein angebranntes Stück Papier fiel. Er hob es hoch und schaute es sich an. "das war mein Entwurf der "Gestohlenen Steine" Wie konnten sie nur".

"es war nicht meine Absicht, nur....." versuchte ich zu schlichten "heute Nacht ging das Feuer aus und ich wollte es wieder entfachen. Leider bemerkte ich zu spät das ich statt einer Zeitung ihren Bericht in Händen hielt. Aber sie müssen auch zugeben das er wieder einmal viel zu ausschmückend ist. Ich hatte Ihnen doch schon mehrmals angeraten sich sachlicher zu halten und nicht immer die Geschichte so Auszuschmücken." Vielleicht hätte ich diplomatischer sein sollen, doch gesagt ist gesagt. Leider verstand Watson meine Kritik nicht richtigen, denn wir stritten uns heftigst und dabei ist mir jenes Zitat raus gerutscht. Watson, erbebte doch statt etwas zu sagen warf, er die Zettel die er in Händen hielt, zu Boden und ging aus dem Zimmer.

Ich dachte er beruhigt sich wieder, doch er zeigte sich nicht mehr. Auch sein Essen nahm er in seinen Räumen ein. Auch Mrs Hudson brachte es nicht fertig ihn um zustimmen, aber ich war auch verstimmt. Und so machte keiner von uns einen Schritt auf den anderen zu. Ich traf ihn heute, als ich gerade wieder nach hause kam, er wollte wohl gerade gehen. Er sah mich, nickte nur knapp, doch er sagte kein Wort. Ich sah es seinem Gesicht an, das er mehr enttäuscht als sauer ist. Doch ich war noch zu eigensinnig und so erwiderte ich sein Nicken auch nur mit einem kurzen Nicken.

Nach dem Mittag, setzte ich mich mit einer pfeife aufs Sofa. Wie sehr ich es mir auch wünschte mein guter Freund würde wie immer im Sessel sitzen, so sehr war ich der Meinung nichts falsch gemacht zu haben und er müsse den ersten schritt machen. Ach, ich vermisste es das ich einen Fall hatte der mich geistig herausforderte, ja ich wünschte mir eine Nuss die nur ich knacken konnte. Mit diesen Gedanken schlief ich ein.

Ich erwachte dadurch das ich husten musste. Ich schlug die Augen auf, das ganze Zimmer war voller Rauch. Um dem Kamin hatten die Möbel schon Feuer gefangen. Ich stand auf, lief so schnell ich konnte zum Fenster und öffnete es. Ich streckte den Kopf raus und holte tief Luft. Dann schaute ich zur Tür. Durch den dichten Qualm konnte ich sie kaum sehen. Doch ich musste raus hier, dieser Gedanke hallte durch meinen Kopf. Nach 2 Schritten viel ich auf die Knie, so kroch ich auf allen vieren Richtung Tür. Dort angekommen, öffnete ich sie. Das Treppenhaus stand in hellen Flammen. Ich wollte erst nach oben, nahm ich doch an Watson sei in seinen Räumen, doch ich kam an den Flammen nicht vorbei. Ich lief so schnell ich konnte dir Treppe hinunter. Als ich fast unten war stürzte die Treppe ein. Ich sprang die letzten Stufen hinunter. "Mrs Hudson" versuchte ich zu rufen, doch ich konnte vor lauter Qualm nicht atmen. Als ich die Tür zur Küche öffnete, schlugen mir hohe Flammen entgegen, so war ich gezwungen umdrehen und Richtung Haustür zu wanken. Ich sah kaum noch etwas, so dicht war der Rauch, Plötzlich wurde die Haustür aufgerissen und fremde Arme zogen mich auf die Straße. Die Feuerwehr kam gerade an und versuchte die Flammen zu löschen. Dr. Watson und Mrs Hudson sind noch darinnen, versuchte ich zu sagen. Ein Polizist half mir aufzustehen. Die Flammen schlugen schon durchs Dach, "Sie müssen sie Retten" rief ich und ging einen schritt aufs Haus zu, doch mir versagten die Beine und ich fiel, jedoch jemand hielt mich fest.

"Sie müssen erstmal zum Arzt" sagte jemand. "nein ich bin in Ordnung, aber was ist mit Watson und Mrs. Hudson? Jemand muss sie doch daraus hohlen" wiederholte ich. Doch es war zu spät, das ganze Haus brannte. Eine Kutsche hielt vor mir und ich erkannte Inspektor Lestrade, der gerade ausstieg. "Um Gottes Willen, was ist den Passiert?" Fragte er und sah erst mich dann das in Flammen stehende Haus an. "Watson und Mrs. Hudson sind da noch darinnen" sagte ich.

"er muss behandelt werden" sagte jemand und Lestrade hielt mich am Arm fest und half mir in die Kutsche einzusteigen. Gerade als die Tür geschlossen wurde, da sah ich ihn, in der Menge stehend. Er, mit einem Lächeln auf dem Lippen und Triumphalen Blick. Moriarty. "nein, das kann nicht sein, er ist Tot" schoss es mir durch den Kopf, ehe ich weiter darüber nachdenken konnte umfing mich die Dunkelheit.

"Doktor, er kommt wieder zu sich" hörte ich und der graue Schleier vor meinen Augen lichtete sich. Ich lag in einem Krankenbett. An meinem Bett saß mein Bruder Mycroft, seinem Gesichtsausdruck nach, hatte er keine guten Nachrichten. Der Arzt erschien, ich versuchte zu fragen was mit Watson und Mrs Hudson sei, doch mein Mund war zu trocken. "Warte ich gebe dir was zu trinken" sagte Mycroft. "Langsam"

"Danke" sagte ich, den Blick auf Mycroft gerichtet. "Was hast du zu berichten" fragte ich ihn. Schon auf das schlimmste gefasst, fragte er "bist du schon wieder kräftig genug?" Er schaute den Arzt an, doch der nickte nur. "nun, man hat 2 Leichen gefunden. Eine in dem Räumen von Watson und die andere in der Küche. Mann nimmt an das es" er brach ab. "weiß man schon genau ob sie es sind" fragte ich. "man untersucht zwar noch aber Lestrade meint, da man sie dort gefunden hat, wäre es sicher das es die beiden sind."

"gibt es schon Erkenntnisse, wie das Feuer ausgebrochen ist?" fragte ich, denn mir viel schlagartig die pfeife ein, wenn sie noch glimmte als ich eingeschlafen war..............

"Es lag wohl am Kamin, er war verstopft" hörten wir Lestrade sagen als er ins Zimmer trat. "Wie ich sehe sind sie wieder wach. Sie haben uns einen schönen schrecken eingejagt, als sie in der Kutsche zusammen brachen" Er setzte sich neben Mycroft. "gibt es schon eine Antwort darauf ob es...?" Fragte ich als ein Polizist einen Zettel brachte. Lestrade las ihn und sagte "leider kann ich ihnen nichts anderes sagen, aber man ist sich sicher das es sich bei den beiden toten um Dr. Watson und Mrs. Hudson handelt. Es tut mir sehr leid." er drückte kurz meinen Arm uns schaute dann Mycroft an. "Weise ihre Schwester schon was passiert ist?" fragte er bedrückt.

"Amanzia" entfuhr es mir und ich richtete mich so ruckartig auf, das mir etwas schwindelig wurde. "jemand muss sie informieren" Mycroft drückte ich sachte zurück aufs Kissen. "ich habe schon ein Telegramm geschickt, ich denke sie wird sich bald melden" sagte er.

"Moriarty, ich habe ihn gesehen. Er lebt" sagte ich. Lestrade & Mycroft schauten mich ungläubig an. Mycroft legte seine Hand auf meinen Arm und sagte "Sherlock, du warst verletzt und traumatisiert. Moriarty ist tot! Du hast ihn selber abstürzen sehen, das kann er nicht überlebt haben." Lestrade sprach mit dem Arzt, sagte dann aber "vielleicht war da jemand der ihm ähnlich sah. Sie waren gerade knapp dem Tod entkommen, da spielt einen der Verstand schon mal einen Streich. Sie sollten nun aber ruhen." Er nickte Mycroft zu und er stand auf und beide gingen. Mycroft drehte sich nochmals um "ich komme morgen wieder dann sehen wir weiter." Sie gingen, der Arzt sprach mit der Schwester doch ich schlief ein.

Mycroft kam wie versprochen am nächsten Tag, wir sprachen zwar kaum etwas, doch ich war froh das er bei mir war. Nachmittags kam Lestrade um die neusten Erkenntnisse zu berichten. "hast du schon eine Antwort von Amanzia?" fragte ich Mycroft. Er schaute mich so an das ich sofort wusste das etwas nicht stimmte. "Leider ist sie nicht zu finden" sagte er "ich habe von der Pension die Antwort erhalten das Amanzia und ihre Freundin vor einigen Tagen aufgebrochen sind und bisher hat niemand eine Ahnung wo sie sind. Amanzia hat der Wirtin nur gesagt das sie einige Tage unterwegs sein werden. Sie haben aber nur leichtes Gepäck dabei." Er sah wohl meine Besorgnis und meinte in seiner Typischen Art "Die beiden sind bestimmt irgendwo eingekehrt und denken nicht mal daran sich zu melden. Bestimmt aus angst wir würden schreiben das wir sie zu sehr vermissen"

"vielleicht hast du recht" meinte ich "doch es wäre vielleicht besser dennoch die Örtlichen Polizei zu bitten einmal nach dem rechten zu sehen" Mycroft lachte leise auf "mein lieber Bruder, das habe ich schon in die Wege geleitet und ich erwarte jederzeit ein Telegramm. Dann wissen wir wo sie sind und dann.........." er sprach die Worte nicht aus, doch ich wusste was er sagen wollte. Amanzia muss erfahren was hier passiert ist. "bevor ich es vergesse" sagte Mycroft "Lestrade möchte dich sprechen, sobald du hier raus darfst." "ich denke das morgen soweit ist" sagte ich. Doch wohin sollte ich gehen? Alles was ich besaß war ein opfer der Flammen geworden. "du kannst erstmal bei mir Wohnen" sagte Mycroft ",meine Wirtin hat gerade ein Zimmer frei und ich habe schon mit ihr gesprochen."

Am nächsten Tag holte mich Inspektor Lestrade ab. "ich hoffe sie sind schon stark genug" meinte er. "es ist leider kaum etwas übriggeblieben und doch, wir hoffen das sie uns dennoch weiter helfen können." Wir hielten an, als wir ausstiegen schlug uns der Geruch vom verbrannten entgegen. Ich erschauderte, sah wieder die Flammen. Schnell verdrängte ich die Schreckensbilder. Lestrade stand an den Resten der Treppe und sagte "vorsichtig, gehen sie ganz außen, dort ist die Treppe noch stabil." so gingen wir stufe für Stufe vorsichtig hinauf. Die Wände schwarz mit Ruß bedeckte. Wir gingen ins Wohnzimmer, die Außenwand war zum teil eingefallen. Ich schaute mich um, es ist nichts verschont worden, alles verbrannt. Am Kamin fand ich den Stein, den Amanzia mir nach ihrer Hochzeitsreise geschenkt hatte. Er war schwarz, mit ruhß bedeckt. Ich nahm das Taschentuch aus der Tasche wickelte ihn ein und steckte ihn in meine Tasche. Ich ging in mein Schlafzimmer, auch hier ist kaum etwas verschont worden.

"Inspektor, sehen sie hier" hörte ich aus dem Wohnzimmer, ich ging zurück. Einer der Polizisten kniete im Kamin und zog etwas aus dem Schornstein. Es waren Stoffstücke, zum teil verbrannt. Lestrade lies sie sich geben und schaute sie sich zusammen mit mir an. "damit hat jemand den Schornstein verschlossen, aber wer?" fragte er "und vor allem, es muss doch jemand bemerkt haben wenn jemand fremdes im Haus ist!" er schaute mich an. "Ich war auf dem Sofa eingeschlafen und erst erwacht als das Zimmer schon in Flammen stand" sagte ich. Mir schoss ein Gedanke durch den Kopf "was wenn Watson oder Mrs Hudson ihn bemerkt haben und vor dem Brand ermordet wurden?"

Lestrade schaute auf "von dem Pathologen kam nur die Information das sie im Feuer gestorben sind. Ich werde nachher gleich eine erneute Untersuchung anregen" er schaute mich nicht an, "sehen Sie, da ist was eingewickelt worden" sagte er plötzlich. Er wickelte die Stoffstücke auseinander. Im inneren war ein Umschlag, darauf stand geschrieben: An Sherlock Holmes.

Wir schauten uns an, ich nahm den Umschlag in die Hand, öffnete ihn. Er enthielt ein Zettel. "2 Sind schon mein, 2 noch dein doch heute wird es einer weniger sein" las ich vor.

"was? Was ist den damit gemeint" fragte Lestrade. "2 sind schon mein" murmelte ich "könnte er damit Watson und Mrs Hudson meinen? Und was meint er mit "heute wird es einer weniger sein?" ich überlegte fieberhaft. Was war damit gemeint und vor allem wer hat das geschrieben.

"Mycroft" rief ich plötzlich "er ist in Gefahr!" An Lestrade gerichtet "wir müssen sofort zu ihm, er ist ihn Gefahr" ich lief schon wieder dir Treppe hinunter "Wie kommen sie drauf das er in Gefahr ist?" hörte ich Lestrade hinter mir fragen. Vor der Tür stand noch die Kutsche und wir stiegen ein. "zum Diogenes Club, Schnell es geht um Leben und Tod" rief ich dem Kutscher zu. "bitte, wie kommen Sie zum dem Schluss das Ihr Bruder in Gefahr ist" fragte Lestrade" "sehen sie" ich zeigte ihm den Zettel "mit, 2 sind schon mein, sind Watson und Mrs Hudson gemeint. Da meine Schwester zur Zeit außerhalb Londons aufhält, kann nur noch mein Bruder gemeint sein. Er will alle in meiner Umgebung ermorden" sagte ich. "wer?" fragte Lestrade erstaunt " Moriarty, wer denn sonst? Er ist nicht Tod, wies Gott wie er überlebt hat, doch nun ist er wieder da und will mir die Hölle auf Erden bereiten" "Aber" begann Lestrade doch da hielt die Kutsche schon an. Lestrade und ich liefen die Stufen hoch, vorbei am Pförtner, der nun uns hinterher lief. Mycroft hatte sein "Beobachtungs-Zimmer" im ersten Stock. Ich war oben angekommen und riss seine Tür auf.

Ich stand in der offenen Tür und konnte mich nicht bewegen. Lestrade hielt neben mir und brachte nur ein "mein Gott" heraus. Mein Bruder saß in seinem Sessel, die Augen weit aufgerissen, ein Glas in der Hand. Um seinen Mund breitete sich ein weißer Schaum aus. Lestrade ging auf ihn zu, fühlte am Hals seinen Puls. Er seufzte und sagte an mich gerichtet "es tut mir leid Holmes, wir kommen zu spät." Ich ging ein schritt auf ihn zu "Wahrscheinlich Gift" meinte Lestrade. Ich sah auf dem Tisch einen Zettel liegen.

"3 konnten sie nicht retten, doch eine lebt noch in schrecken. Vor 18 Uhr müssen sie da sein, wo der Fisch den Fischer grüßt."

Ich wusste sofort wo dieser Platz ist und nach einem letzten Blick auf meinem Bruder ging ich hinaus. "wo wollen sie den hin" fragte Lestrade, doch ich antwortete nicht. "zum Pier" sagte ich dem Fahrer und bestieg die Droschke. Wie hat Moriarty meine Schwester bloß gefunden? Was hat er ihr angetan? Ich wusste nur, er wird dafür bezahlen, und wenn ich ihn mit bloßen Händen umbringe. Es dämmerte schon als wir den Pier erreichten.

Ich eilte die Straße entlang, bog an dessen ende in eine Seitenstraße ein. Noch eine Ecke, ich meinte ich könnte schon die Stimme meiner Schwester hören. Doch es ist nur der Wind redete ich mir ein. Ich bog um diese letzte Ecke, und erstarrte. Amanzia, an Händen und Füßen, an die Außenwand eines Schifferbootes gefesselt hing sie da. "komm nicht näher, es ist eine Falle" rief sie. "das weiß ich und es ist mir egal" rief ich und wollte näher kommen "bleib wo du bist, er hat irgendwo jemanden der sofort schießt, wenn du näher kommst" in Amanzia´s stimme war keine Angst zu hören. "du muss Moriarty stellen und ihn dafür büßen lassen was er John und Mrs Hudson angetan hat." Sagte sie mit fester Stimme "und unseren Bruder" sagte ich "Nein, nicht auch noch Mycroft" Amanzia fing leise an zu weinen.

"ich komme zu dir, egal was dann ist" rief ich. Amanzia schaute umher "Nein, bitte nicht. Ich habe eine Botschaft für dich. Von diesem ... Mistkerl" sagte sie. Ich schaute umher, doch ich sah niemanden. Er konnte sich also nur in einem der geschlossenen Geschäfte versteckt haben. Wie schnell kann ich bei ihr sein,, eher er schießt? Überlegte ich. Ich sah von dem Geschäften zu Amanzia, um den Abstand zwischen den beiden zu bestimmen. Doch ich sah eine einzelne Träne über ihr Gesicht laufen. Im gleichen Moment hallte ein Schuss durch die Stille. Amanzia schrie auf und Blut lief langsam die Wand hinunter.

Ich lief los, ohne darauf zu achten, das nun auf mich geschossen werden konnte. Amanzia röchelte und schlug die Augen auf. "du wusstest davon?" fragte ich sie. Sie nickte leicht "er hatte eine Zweite Falle aufgestellt" "nicht reden" sagte ich. Suchte in der Tasche nach meinem Messer. Fand es aber nicht. "Ich soll dir sagen: Dort wo dir die Stunde schlägt. Wo Nachts die Geister sind. Dort wird er auf dich warten." Es tut mir leid, ich wusste was passieren wird." Ich fand das Messer und schnitt sie los. Als sie mir in die Arme fiel sah ich die Wunde in ihrem Rücken und das Loch in der Schiffswand. Ich legte sie sachte auf den Boden. Sie lehnte sich gegen meine Brust. "Du hättest mir von der zweiten Falle was sagen sollen, ich hätte.." sie legte schwach ihre Hand auf meine Lippen. "mache die keine vorwürfe, du kennst mich, ich habe einen Dickkopf. Wie du" sie wurde immer schwächer und konnte kaum noch atmen. Unter einem letzten röcheln sagte sie "ich liebe dich Sherlock" ihre Hand viel leblos zu Boden. Ihr Herz schlug nicht mehr.

"Ich liebe dich Amanzia" sagte ich leise und küsste ihre Stirn,zog meinen Mantel aus und legte ihn über sie. Einem vorbeikommenden Mann sagte ich er solle die Polizei rufen und nach Inspektor Lestrade verlangen. Dann nahm ich die nächste Kutsche. Wohin? Dass wusste ich und wenn wir dort angekommen sind, wird am ende nur noch einer leben oder keiner.

Es war schon dunkel als wir am Friedhof anhielten. Ich stand vor dem großen eisernen Tor. Es war verschlossen, da aber niemand zu sehen war, kletterte ich darüber. Auf dem Friedhof brannten nur wenige Straßen Laternen. Langsam ging ich den Weg entlang, horchte immer wieder, doch nur Stille umgab mich. An einer Weggabelung waren viele Kerzen aufgestellt und leuchteten hell. Vorsichtig ging ich auf sie zu. Sah ein offenes Grab. "Sehen sie genauer hin" hörte ich plötzlich die krächzende stimme Moriarty´s. Ich zog meine Waffe "zeigen sie sich" sagte ich und schaute umher. Moriarty ging aus dem Dunkeln und war im Schein der Kerzen zu sehen. "Nun" meinte er sarkastisch "seien sie doch so nett und schauen Sie sich doch endlich den Grabstein an" er zeigte mit seiner Waffe auf des offene Grab. Ich schaute ihn kurz an um dann zum Grab zu sehen. "hier ruht Sherlock Holmes Die größte Gentäuschung der Menschheit.

"die Inschrift habe ich wohl ihnen zu verdanken" meinte ich "nur leider haben Sie vergessen das ich noch lebe" "das lässt sich schnell ändern" meinte Moriarty voller Hass und richtete seine Waffe auf mich. "bevor ich nun sterben soll, darf ich fragen warum sie..." fragte ich doch Moriarty unterbrach mich "ich wollte sie nicht einfach so umbringen. Erst sollten sie leiden." er ging einen schritt auf mich zu "zu schade das ich Sie erschießen muss. Es wäre mir ein vergnügen gewesen mich zu vergewissern das sie in all den Jahren von ihren Fechtkünsten nichts verloren haben. Aber so" Grinsend zielte er mit der Waffe auf mich. "sie sollten nicht immer den Fehler machen und mich unterschätzen" sagte ich kühl und drückte den geheimen Knopf an meinem Gehstockes, und zog eine klinge heraus. Moriarty warf seine Waffe weg und zog ebenfalls seine Klinge heraus.

Ohne ein weiteres Wort griff er an. Ich parierte und täuschte einen angriff an. Doch er durchschaute das Manöver und versetzte mir am Linken Oberarm einen tiefen schnitt. "ha, wusste ich es doch, sie sind etwas eingerostet" triumphierte er. "noch liege ich nicht darinnen" sagte ich und zeigte mit der Klinge zum Grab. Ich griff an, Parierte wehrte seine angriffe ab. Doch ich muss sagen er war stark, schon fast zu stark. Doch dann gelang mir ein Treffer. Er griff an, ich wehrte ab, drehte mich und im dreh ging ich in die Knie und stieß meine klinge tief in seinen Rechten Oberschenkel. Mit Freude riss ich sie wieder hinaus. Moriarty schrie auf, hielt sich das Bein. Ich nutzte die Gelegenheit und schnitt mit meiner klinge quer über seine Brust. Moriarty, rasend vor Wut und Schmerz rannte mit gezückter Klinge auf mich zu.

Da ich immer noch auf knien war hob ich meine Klinge um den Angriff abzuwehren. Moriarty stürzte sich auf mich, meine klinge durchbohrte ihn und ich sah das entsetzen in seinen Augen. "Sie elender ..." brachte er hervor. Ich drehte mich und schob ihn von mir. Er stand vor mir, schaute auf seinen Bauch, wollte etwas sagen doch seine Stimme versagte. Es zog an meiner klinge die ihn durchbohrt hatte, doch ehe es ihm gelang viel er rückwärts in das für mich gedacht Grab. Als ich auf zustehen versuchte hörte ich schnelle schritte und Inspektor Lestrade erschien mit einigen Polizisten.

"Mein Gott Holmes, rief er" was ist den passiert. Er schaute mich an uns erbleichte. "nicht so schlimm, nur ein kleiner Schnitt" meinte ich. "Wären sie so nett mir aufzuhelfen" fragte ich ihn. Er half mir hoch doch irgendetwas stimmte nicht, Lestrade war erschüttert. "was haben sie denn?" fragte ich lachend "den Arm bekommen die Ärzte doch wieder hin" Doch er sagte nichts und ich sah seinen Blick an, das es was schwerwiegenderen war. So schaute ich an mit herunter und erschrak. Moriarty´s Klinge hatte mich ebenfalls durchdrungen. Die Klinge war kurz unterhalb meiner linken Brust eingedrungen.

Plötzlich umfing mich ein Grauer Nebel. "was??" fragte ich. Lestrade sah mich ernsthaft an. "was mach ich jetzt nur?" fragte ich. Lestrade sagte nur "Aufwachen" Aufwachen? Ist Lestrade nun verrückt geworden, fragte ich mich selber. Da schon wieder "Aufwachen, Holmes Wachen sie auf"

Lestrade Gesicht war völlig von Grauen Nebel umgeben und langsam, als sich der Nebel lichtete verwandelte es sich in das Gesicht meines alten Freundes Watson. Nun bin ich Tod dachte ich noch bei mir als Watson`s Stimme laut zu mir Sprach "Holmes, nun wachen sie doch endlich auf"

Ich blinzelte mehrmals, doch das Bild von Watson blieb. "na endlich, Sie sind wach" hörte ich die vertraute Stimme von Watson. Er bot mir die Hand, da ich auf dem Teppich lag, und half mir hoch. "muss ja ein schlimmer Alptraum gewesen sein" meinte er und reichte mir ein Glas Brandy. Ich muss wohl immer noch abwesend gewirkt haben, den Watson drückte mich sachte aufs Sofa und schaute mich an. "alles in Ordnung mit ihnen"fragte er mich und fühle gerade meinen Puls "hm..muss wohl ein schlimmer Alptraum gewesen sein, so das er sie noch jetzt immer noch mitnimmt" "ja, ein Alptraum" sagte ich eher an mich selbst gerichtet "Watson würden sie mir einen gefallen tun und mich kneifen?" Fragte ich ihn. "Sie Kneifen? Wozu das denn?" Damit ich sicher bin, nicht mehr zu Träumen" lautete meine Antwort. "trinken sie und dann werden sie etwas Essen! Das ist meine Ärztliche Anordnung!" bestimmte Watson und ging zu Mrs Hudson.

Der erste Schluck Brandy wecke endgültig meine Lebensgeister. Ich stand auf und ging zu Watson. "mein teurer Watson ich muss Tausendmal um Vergebung bitten. Was ich da vor einigen Tagen zu ihnen gesagt habe, war nicht so gemeint." ich hielt in beim Arm "Sie vergeben mir doch" "aber Holmes, was ist den mit ihnen bloß los. Natürlich vergebe ich ihnen." Watson schaute mich besorgt an "Ich gebe ihnen wohl erstmal was zur Stärkung, sie sind ja noch etwas durcheinander" Er ging und kam mit seiner Arzttasche wieder. "ich brauche nichts, mir liegt dieser fürchterliche Traum wohl noch in den Knochen" meinte ich. Mrs Watson brachte einen Teller heiße Suppe. So schnell wie es ging schlang ich sie hinunter. Langsam wich die Kälte aus meinen Gliedern und mein Geist war wieder frei und klar.

"Sie müssen mir erzählen was sie erlebt haben" meinte Watson als ich fertig gegessen hatte. "wir hörten ihre schreie und als wir ins Zimmer kamen lagen sie auf dem Teppich und waren kaum aufzuwecken." "vielleicht später" antworte ich ihm und tätschelte leicht seinen Arm. "ich erzähle es ihnen vielleicht später einmal. Außerdem erinnere ich mich nur noch an wenig" Ich log und wahrscheinlich so schlecht das Watson es sofort bemerkte, doch aus Freundschaft sagte er nichts.

Später am Abend, Watson war schon nach oben gegangen stand ich noch lange am Kamin und schaute auf das Bild der Reichenbach-Fälle. Nein, das konnte niemand überleben. Sachte strich ich mit dem Fingern übers Bild, dem Wasserfall entlang. Nein, es war nur ein Traum. Ein Alptraum, wie wahr, aber halt nur ein Traum. Mit diesem Gedanken ging ich schlafen und Träumte diese Nacht; nichts.