Der Tot des Docktors


Es sind nun schon sechs Monate her seit dem meine Schwester Amanzia plötzlich wieder in mein Leben trat. * Manchmal denke ich das das nur ein Gespinst meines Verstandes ist, doch wenn ich sie dann am Tisch oder am Kamin sehe so weiß ich, das das kein Traum ist.

Und nun wo sich alles zum guten wenden sollte, wird meine und ihre Welt wieder einmal erschüttert.

*Siehe: Die falsche Mörderin

Nachdem sich meine Schwester von ihren Verletzungen erholte, und langsam sich ihre Erinnerungen einstelle bemerkte ich das sich etwas zwischen ihr und meinen treuen Freund Watson was anbandelte. Es waren eigentlich nur Kleinigkeiten und doch ich bemerkte das diese immer stärker wurden. Watson kam eines Abends zu mir, er wolle etwas mit mir besprechen, aber wohl nicht nichtig wissend wie er es anfangen sollte.Ich ging erstmal auf sein "Spiel" ein.

"Holmes" begann er zögerlich "ich weiß nicht wie ich es anfangen soll...." "ich weiß schon was sie wollen und warum glauben sie das sie dieses auch bekommen?" ich war wohl etwas zu herrisch, den Watson erbleichte etwas und lies sich auf dem nächsten Stuhl fallen.

"mein lieber Watson was soll ich denn dazu sagen? Sie wollen doch offensichtlich die Erlaubnisschein meiner Schwester den Hof zu machen" Er schaute zu mir hoch "woher wissen sie das denn?"

"naja" ich drehte mich um, damit er mein leichtes grinsen nicht sehen konnte, " es war allzu ersichtlich was da zwischen ihnen vorgeht. Auch wenn sie es zu verbergen versuchten, so war dies nicht von Erfolg gekrönt". Ich drehte mich wieder zu ihn und rief nach meiner Schwester. "Amanzia, kommt bitte runter"

Amanzia stand in der Tür und fragte mich um was es ging. Ich fragte sie ob sie was für Watson empfinde, sie sagte zwar nichts aber die leichte röte im Gesicht und der Blick verriet alles. So ernsthaft wie ich konnte ging ich auf sie beide zu um sie beide plötzlich in die arme zu nehmen.

"ich könnte mir keinen besseren Mann für meine Schwester vorstellen, als meinen guten alten Freund Watson". Somit wurden aus meiner kleinen Schwester und meinen besten Freund ein Paar. Doch hätte ich damals schon gewusst was dann passieren würde, so hätte ich manches anders gemacht.

Watson und Amanzia wurden immer vertrauter und es verging kein Tag an dem ich sie nicht zusammen sah. Amanzia hat wie ich und Mycroft das Talent der Intelligenz geerbt, und sie nutzte es in dem sie Watson in der Praxis zu helfen begann. Ich war froh darüber, den seit dem Tot seiner ersten Frau, war Watson keiner Frau mehr näher gekommen.

Meine Fälle löste ich dennoch immer noch mit Hilfe meines Freundes, aber auch manchmal zu dritt. Denn Amanzia, war wie ich dem logischem Denken näher, als der der Mathematik wie es Mycroft war.

Wir kamen gerade von einem Fall zurück, als ich sah das eine rote Rose in einer kleinen Vase auf dem Tisch stand. Amanzia nahm an sie wäre von Watson und für sie. Doch ich sah in seinem Gesicht das er nicht wusste woher, ich glaube sogar ich sah einen Schatten über sein Gesicht huschen. Doch wollte ich ihn nicht bedrängen und verschob erstmal das Thema.

Am späten Abend, als Amanzia schon zu Bett gegangen war, rückte Watson mit der Sprache raus: "Holmes, ich weiß sie haben viel zu tun, aber ich bekomme seit einigen Wochen immer wieder Briefe." "was für Briefe?" unterbrach ich ihn. "keine guten" berichtete er weiter "erst waren es schmeichelnde. Ich dachte erst es sei von einer der ich geholfen habe. Aber dann wurden sie immer intensiver. Zum Schluss sogar waren Drohungen dabei." Er reichte mir ein Stapel Briefe. Ich zündete mir eine Pfeife an uns begann zu lesen. Er hatte recht, sie waren zu erst wie ein Fanbrief dann wie ein Liebesbrief und zum Schluss voller Hass und Drohungen.

"warum kommen sie erst jetzt damit zu mir?" Tadelnd sah ich ihn an. "ich dachte mir nichts dabei, vielleicht hatte ich einer Dame unwissentlich schöne Augen gemacht und sie erwartete mehr." Ich lachte auf, "Watson Watson Watson machen sie sich keine Gedanken darüber, ich denke sie brauchen sie keine großen Gedanken um diese Geschichte machen. Aber wenn es sie beruhigt ich werde mich darum kümmern. Nun machen sie nicht so ein Gesicht." "haben sie schon alles für das Picknick fertig?" ich wechselte bewusst das Thema, um auch Watson auf andere Gedanken zu bringen.

"Oh ja, fast alles, ich kann nur hoffen das gutes Wetter ist" Watson lächelte schon wieder. Ich glaube die Liebschaft mit Amanzia tat beiden gut und die Tage wollten beide zu einen Picknick gehen. Es klopfte und Inspektor Lestrade trat ein. "Mister Holmes haben sie einige Minuten für mich?" fragte er. "kommen sie rein und sagen sie was sie auf den Herzen haben" ich bot ihn einen Stuhl an. "Danke mein Freund ich brauch sie heute nicht mehr" sagte ich an Watson gerichtet, denn was ich mit Lestrade zu besprechen hatte ging nur uns beide was an.

"in Ordnung, ich werde dann mal gehen, Gute Nacht" sagte er nicht ohne eine gekränkten Unterton und verließ das zimmer. "nun, was gibt es neues?" fragte ich Lestrade Nun Holmes......................

Es war eine lange Nacht und hinterließ mehr fragen als Antworten. Doch als Zeit für das Frühstück war wusste ich was zu tun war. Doch es war ein Tanz mit Tod & Teufel und ich wusste nicht ob dieser Tanz gelang. Und das legte sich schwer um mein Herz.

Watson und Amanzia kamen zum Frühstück, immer noch turtelt und je mehr ich die beiden sah je mehr fragte ich mich wie es wohl wäre, jemanden so zu lieben. Ich verdrängte schnell wieder diesen Gedanken und richtete mich wieder der Arbeit zu. "also, wann wollt ihr den das Picknick veranstalten?" fragte ich die beiden. "Oh schon morgen, wir gehen in den Park." sagte Amanzia zu mir "wenn du magst komm doch mit!" Ich überlegte......... "Och bitte komm mit, aber spiele nicht die zu strenge Anstands Dame". Lachend fiel mir Amanzia um den Hals. "Also abgemacht, du kommst mit" entschied sie und lief singend aus dem Zimmer.

"Watson, haben sie wieder einen Brief bekommen?" fragte ich ihn. "ja, dieses mal wieder mit einer Drohung, wissen sie den schon von wem er stammt?" "leider nein, aber das ist der Grund warum ich auch mit ihnen sprechen muss, und das ohne Amanzia" Fragend schaute er mich an. Und so erklärte ich ihn den Plan den Lestrade und ich in der Nacht geschmiedet haben. Ich war froh das Watson ihn zustimmte, auch wenn er sehr gefährlich werden konnte. Doch mein getreuer freund war wie immer dabei. Und so war die Falle aufgestellt.

Der nächste Tag, ein Sonntag, schien endlich wieder die sonne und so stand dem Picknick nichts im Wege. Die beiden saßen im Gras, lachten, scherzten und es war erfrischend erblühende Liebe zu sehen. Ich hielt mich im Hintergrund, denn eine Anstands-Dame wollte ich nun unbedingt nicht sein.

So lehnte ich gegen den Stamm einer alten Eiche rauchte eine Pfeife und überlegte intensiv über den Fall nach der mich seit Wochen beschäftigte. Ein lauter knall, ich glaubte ein Schuss, hallte durch den Park. Einige Frauen schrien auf und alle schauten sich um woher der knall kam. Sofort war ich dabei zu schauen wer den Schuss abgeben haben könnte als ich Watson und Amanzia zu mir kommen sah. "was ist passiert" fragte sie mich. "jemand hat geschossen, doch es ist nichts zu sehen. Oder haben sie was gesehen?" ich drehte mich zu Watson um und was ich sah gefror mir das Blut in den Adern. Watson, weiß wie die wand, schwankte, fasste sich an die Brust und viel ohne ein Laut vorne über ins Gras. Sofort eilten wir zu ihm, Amanzia drehte ihn vorsichtig um, er ruhte in ihren Schoß. Aus der Weste, nahe dem Herzen quoll langsam Blut. Amanzia rollten tränen übers Gesicht und sie rief nach einem Arzt, doch ich sah das es zu spät war. Mein Freund war Tod.

Inspektor Lestrade war schnell eingetroffen, und die Polizei drängte die Schaulustigen von Tatort weg. Nur Amanzia wollte sich nicht von ihm trennen. So mussten wir sie mit sanfter gewallt von ihm weg ziehen und in eine Droschke setzen. Ich blieb und untersuchte mit Lestrade die Umgebung. Erst Spät kehrte ich zerschlagen zurück nach hause. Mrs. Hudson erwartet mich schon, schniefend fragte sie mich ob es stimme, ist Dr. Watson wirklich tot. Ich bejahte dieses und fragte ob meine Schwester angekommen sei.

Mrs. Hudson berichtete mir das die Droschke ankam und Amanzia zusammen gesungen drinnen saß. Man brachte sie in ihr zimmer und Mrs. Hudson holte einen Arzt. Der ihr etwas zur Beruhigung gab. Wie sollte sie das alles verkraften? Wo sie doch erst gerade wieder gesundet war?.

Seit dem Tod von Watson ist eine Woche vergangen. Amanzia sprach keine Wort, aß kaum etwas, saß nur am Fenster und schaute hinaus oder lass stundenlang in den Aufzeichnungen von Ihm. Morgen war die Beerdigung und ich hoffe das sie diese überstehen wird. Lestrade kam mit Neuigkeiten, die wir aber, nicht vor Amanzia besprechen sollten. So gingen wir ins Nebenzimmer.

Am Montag fanden wir uns in der Whiteshappel ein um einen treuen Freund das letzte Geleit zu geben. Ein Arzt war zugegen, falls es Amanzia die Kräfte kostet. Und verdeckt einige Polizisten, denn der Mörder war immer noch nicht gefasst. Watson wurde in Grab seiner Familie beigesetzt. Und doch während der ganzen Zeit beschlich mich das Gefühl der Mörder sei ganz in der nähe. Doch so sehr ich mich umsah, ich sah ihn nicht.

Die Tage nach der Beerdigung zogen sich hin, den wie Amanzia so fehlte auch mir der antrieb um weiter zumachen. Mycroft kam öfters zu Besuch, doch auch er schaffte es nicht unsere Schwester aus ihrer Lethargie zu hohlen. Auch mir fehlte die Kraft um meine Fälle zu schließen.

Mrs. Hudson kündigte den Besuch von Inspektor Lestrade an. Amanzia zog sich in ihr Zimmer zurück. Lestrade berichtete mir das sie den Verdacht haben das es wirklich eine Patientin des Doktors gewesen kann."So wie wir in Erfahrung bringen konnten waren die Briefe von einer Frau, die wahrscheinlich eine Patientin des Doktors war. Unser Experte meint diese Frau habe sich in den Decktor verliebt und daher hat sie aus verschmähter Anerkennung seinerseits Watson ihn erschossen" erklärte mir Lestrade. Man habe zwar einen Namen "eine gewisse Penny DeVille aber der Name, so stellte sich heraus ist falsch. So das wir wieder am Anfang der Ermittlungen stehen".

Nach einer kleinen pause meinte Lestrade zu mir: "da wäre noch etwas was ich dringendst mit ihnen besprechen muss. Sehen sie Dr. Watson ist............" da klopfte es und Mrs. Hudson trat ein. "entschuldigen sie, aber wissen sie wann sie ihre Schwester zurück erwarten?" Fragte sie mich. "wie? Zurückerwarten? Sie ist auf ihren Zimmer!" antwortete ich erstaunt. "Nein Mister Holmes, sie ist vor ca. 10 Minuten gegangen, ich kam gerade nach hause. Sie murmelte etwas von Patientin und Kartei in der Praxis." Lestrade und ich schauten uns kurz an, als wir schon die Treppen herunter eilten und ich im laufen Lestrade fragte ob er seinen Wagen vor der Tür hatte.

"ja, er steht noch draußen" hörte ich ihn sagen. "dann auf den schnellsten weg zur Praxis von Watson." So schnell die Pferde liefen konnten fuhren wir den Weg. Dort angekommen sah ich schon das die Tür offen stand und in den Räumen Licht brannte. Wir eilten die Stufen hoch. In den Räumen war ein heilloses Durcheinander und in dem Behandlungszimmer war es noch schlimmer. Alles war durcheinander geworfen, Stühle lagen umgekippt auf dem Boden, Bücher waren nicht mehr im Schrank. "Holmes schauen sie hier" rief Lestrade und leuchtete mit seiner Lampe unterhalb des Fensters.

Dort war ein großer roter Fleck, der mich stark an Blut erinnerte. Ich untersuchte diesen Fleck, ja es war Blut. "was ist den hier nur passiert?" fragte ich und vor allem wo war meine Schwester? Lestrade wollte gerade nach ihr rufen als wir laute stimmen und gepolter hörten. "das Dach" meinte Lestrade und wir gingen vorsichtig die stufen zum Dach hoch. Lestrade löschte seine Lampe, "man weiß nicht wer da ist" meinte er leise zu mir. Auf den ersten Stufen fanden wir die Schuhe von Amanzia. Was mag wohl auf dem Dach vor sich gehen?

Je höher wir gingen, des so lauter wurden die Stimmen, ich meinte die Stimmen 2er Frauen zu hören. Lestrade und ich holten unsere Revolver raus, und gingen leise zur kleinen Treppe die zum Dach führte. Ich stieg leise die ersten Stufen hinauf als ich die Stimme meiner Schwester hörte: "sie sie waren es, sie haben John umgebracht! Aber warum? Was hat er ihnen den getan?"

"Ich hätte ihn nie was getan, ich liebte ihn und er liebte mich" hörten wir die andere Frau schreien. "Es sollte doch nicht ihn Treffen, sondern sie! Ich wollte sie aus dem Weg haben. Wenn es sie nicht mehr gegeben hätte, dann wäre er zurück zu mir gekommen!"

"Sie wollten mich umbringen? Aber warum erschossen sie dann John? Wenn ich doch ihr Ziel war."Die Stimme meiner Schwester zitterte und Lestrade wollte sich gerade an mir vorbei drängeln, als er das hörte und verharre. Die Mörderin ging immer näher auf meiner Schwester zu, der Dachgang nicht breiter als 2 Fuß. Eine Waffe in der Hand und sagte: "ich bin keine gute Schützin, ich hatte auf sie gezielt, aber mein Liebster hatte sich in dem Moment vor sie gestellt. Ich wollte das nicht. SIE sollten sterben. Aber das kann ich ja nun nachholen!"

Sie stürzte sich mit einem Schrei auf meine Schwester, doch diese schlug zurück, und so entbrannte ein Kampf um die Waffe. Ich wollte sofort auf das Dach doch Lestrade hielt mich zurück. "das Dach hält sie nicht alle aus, außerdem ist es zu gefährlich, für alle" So musste ich hilflos zusehen, wie meine Schwester mit der Mörderin kämpfte.

Es gelang Amanzia einigen Schlägen auszuweichen, doch als die Frau ihn mit der Faust auf die Linke Schulter schlug, brach meine Schwester mit einem Schmerzens- Schrei auf die Knie. "so nun wollen wir dem Vögelchen mal das Fliegen beibringen" höhnte die Frau und wollte grade Amanzia vom Dachgang werfen als Amanzia ihr mit der Faust die Waffe aus der Hand schlug. Diese rutschte vom Dach und landete auf der Straße. Mit einem Schrei warf sich Amanzia auf die Frau und beider rutschten seitwärts vom Dachgang.

Amanzia konnte sich gerade noch mit der rechten Hand am Holz festhalten doch die Mörderin hielt sich an ihren Füßen fest und zog. "wenn ich schon sterbe, dann nimm ich dich mit" rief sie. Amanzia strampelte wild mit den Beinen, der Mörderin rutschte eine Hand weg. Amanzia windet sich und strampelte immer mehr und dabei traf sie mit dem freien Fuß den Kiefer der anderen Frau, diese lies, wohl aus Schreck los und viel der Straße entgegen.

Ich klettere auf dem Dachgang, sah mit erschrecken das Amanzia im begriff was selber loszulassen. Sie bemerkte mich nicht, auf ihren Lippen konnte ich das Wort John erkennen. Als ich sie anrieft: "nimm meine Hand, lass nicht los!" Sie sah mich erst erschrocken an, und ich befürchtete sie lies wirklich los. Doch dann erfasste ich ihre Hand und zog sie aufs Dach zurück.

Außer Atem und auf allen Vieren kletterten wir zurück zur Treppe. "Oh mein Gott, was ist Passiert?" hörte ich Lestrade fragen. Er zeigte mit seiner Lampe auf dem Linken Arm meiner Schwester. Dort rann ein Fluss von Blut den Arm entlang. Auf der Schulte hatte das Kleid ein Loch, was man nicht zuerst sah, den das Kleid war Schwarz, dadurch war eine schußwunde zusehen. "sie muss sofort in die Klinik" rief ich Lestrade zu. Dieser nahm Amanzia auf die Arme und rannte die Treppen hinunter.

Er setzte sie in seinen Wagen und wir fuhren schnell in Richtung Spital. Ich nahm meinen Schal ab und presste ihn auf die Blutende Wunde. Amanzia war wach und wollte unbedingt erzählen was passiert ist. Ich ermahnte sie nicht zu Sprechen, aber sie sprach dennoch.

"ich wollte gerade zu dir als ich hörte was Inspektor Lestrade sagte, das sie eine Patientin in verdacht hatten John ermordet zu haben. Ich wollte auch endlich was dazu beitragen das der Mörder gefasst wird und so bin ich in die Praxis gefahren. Im Behandlungszimmer ist ja die Kartei. Gerade als ich dabei war sie zu durchsuchen hörte ich ein Geräusch und blickte zur Tür. Da stand sie, ich dachte erst es sei eine Patientin und sagte ihr die Praxis sei wegen Todesfalles geschlossen. "Ich weiß" sagte sie zu mir. Es kam mir komisch vor, wie sie sprach und ich wollte sie gerade hinaus begleiten als sie die Waffe zog und mich zurück ins Zimmer drängte. "ja ich weiß was passiert ist, und das gleiche passiert ihnen auch" zischte sie und dann schoss sie. Sie traf mich an der Schulter und ich fiel gegen die Wand.

Sie fluchte, meinte sie müsse nun ihren Plan ändern. "tja" sagte sie "eigentlich sollten sie sich selber erschießen, aber nun.was mache ich jetzt. Ich hab! Hoch mit ihnen." sie drohte mit der Waffe und drängte mich zur Treppe nach oben. "dort haben wir ihre Schuhe gefunden" sagte Lestrade. "ja ich dachte ohne Schuhe kann ich vielleicht besser fliehen, wenn sich die Gelegenheit bietet."

Der Wagen fuhr eng um eine Ecke und ich merkte das wir dem Krankenhaus näher kommen. Wir hielten vor der Tür und Lestrade half mir Amanzia vorsichtig aus dem Wagen zu heben und auf eine Barre zu legen. Amanzia wurde sofort in den OP-Saal gebracht. Man sagte mir ich bräuchte nicht zuwarten aber ich wollte.

Lestrade aber verabschiedete sich, da sich um die Tote kümmern musste. Er wünschte mir alle gute und ging. Die OP dauerte bis in den Morgen. Der Arzt kam erschöpft zu mir und berichtete das die Kugel am Knochen abgeprallt und dann auf der Rückseite der Schulter wieder raus kam. Doch wenn alles gut ging, könne meine Schwester in einigen Tagen nach hause. Natürlich nur wenn sie sich schonen würde. Ich dankte dem Arzt und fragte ob ich zu ihr könne. "heute nicht mehr, sie schläft, aber morgen bestimmt".

Erst überlegte ich ob ich noch bei der Praxis vorbei schauen sollte, aber ich dachte mir das Lestrade alles im griff hat und fuhr nach Hause. Kaum hatte ich das Haus betreten da kam mir schon Mrs. Hudson aufgeregt entgegen und wollte wissen was passiert sei. Lestrade hatte einen Jungen Polizisten vorbei geschickt, um meine Aussage aufzunehmen.

"gut gut" sagte ich und ging nach oben. Mrs. Hudson folgte mir und als ich später meinen Bericht beendete war sie voller entsetzen und machte sich den Vorwurf meine Schwester nicht aufgehalten zu haben. Da ich nur noch einen Whisky und mein Bett wollte, meinte ich zu Mrs. Hudson das man eher einen Sturm aufhalten könnte als meine Schwester. Und meine zu ihr das ich gerne nun alleine sein wolle. Sie ging, doch der Polizist blieb, denn er hatte noch eine Botschaft von Lestrade für mich.

Zwei Tage später konnte ich Amanzia endlich in der Klinik besuchen. Sie sah so blass und zerbrechlich aus. Den Linken Arm in einer Schlinge, was sie ärgerte denn sie war Linkshändlerin. Sie fragte mich gleich ob man schon was neues von der Frau wüste. Auch wenn ich es gewusst hätte, ich hätte es ihr nicht gesagt. Aber eine Frage lag mir auf dem Herzen. "du Amanzia, als du dich am Dach festgehalten hast, hatte ich für einen kurzen Moment das Gefühl du wolltest los lassen." beschämt schaute sie mich an "ja, für einige Momente hatte ich daran gedacht. Wenn ich nun loslasse wäre ich bei John. Aber dann hörte ich dich und konnte es nicht mehr." Tränen lagen in ihren Augen. "bitte versprich mir das du niemals wieder an so etwas denkst oder tust" sagte ich zu ihr. "nein nein, ich weiß nun das ich mein Leben ohne John weiter leben muss, auch wenn s mir schwer fällt" ich bemerkte den tiefen Schmerz der in ihrer Stimme lag und so wollte ich dieses Thema erstmal nicht mehr ansprechen.

Wenige Tage Später durfte sie nach Hause, doch sie war nicht mehr sie selbst. Auch wenn sie strenge Bettruhe hielt so machte ihre Genesung kaum Fortschritte. Mrs. Hudson versuchte sie immer wieder mit dem besten Gerichten zum Essen zu bewegen, doch Amanzia sagte immer sie habe keinen Hunger. Nach 2 Monaten stellte sich eine Entzündung der Wunde ein. Amanzia lag mit Fieber im Bett und ich konnte nur hilflos dabeistehen. In Fieber sprach sie immer wieder von John. Und es machte mir schwerlich klar wie sehr sie meinen Freund Watson liebte.

Nach Wochen des banges und Rückschläge ging es Amanzia langsam immer besser. Bis auf den einen Tag als sie meinte im Fieber Watson gesehen zu haben. Ich glaube da ist es ihr ganz bewusst geworden das er nicht mehr wieder kommt.

Sechs Monate sind seit dem Angriff vergangen und Amanzia ist wieder vollkommen genesen, jedenfalls was das Körperliche angeht, ihre Seele jedoch hat gelitten. Dennoch versucht sie mir mit meinen fällen zu helfen, und Ordnung zu schaffen, was ehrlich gesagt keiner Schaft. Sie sitzt viel am Fenster und schaut sich das geschehen an, doch sie hat kaum einen Fuß vor die Tür gesetzt. Dafür kennt sie nun alle Fälle von mir und Watson auswendig.

An diesen Tag hatte sich Lestrade angemeldet, es ginge um einen geheimen Auftrag und so bat ich Amanzia auf ihren Zimmer zu bleiben und nicht in meine Räume zukommen. Sie fragte zwar nicht warum, aber dennoch sah ich die Frage in ihren Gesicht. "es ist ein geheimer Auftrag und der Auftraggeber möchte unerkannt mit mir und Lestrade sprechen". Ich bemerkte wie gerne sie dabei wäre aber sie respektierte den Wunsch und ging auf ihr Zimmer. Da Mrs. Hudson nicht da war ging ich, als es läutete, selber hinunter und ging mit Lestrade und meinen Gast zu mir hinauf. Auch wenn ich meiner Schwester traue, so schaute ich dennoch kurz bei ihr vorbei und sagte das der Gast da wäre und sie mich nicht stören sollte.

"ich werde nachher etwas einkaufen gehen. Da ich nicht stören darf, sage ich es dir lieber gleich" In ihrer Stimme klang etwas mit was ich noch zu gut aus Kindertagen kenne. Den Ton hatte sie immer wenn sie ihren Willen nicht bekam. "viel Spaß" wünschte ich ihr und ging zu meinen Besuch.

Die Unterredung dauerte lange, so das ich nicht mitbekam das Mrs. Hudson an die Tür klopfte und fragte ob sie das Essen servieren solle. Ich sagte ihr das der Besuch noch da sei und das wir später essen werden. Ich habe dabei wohl vergessen wieder ab zuschließen den später am Abend wurde die Tür aufgemacht und Amanzia stand in der Tür. Es entfuhr ihr ein lauter Schrei und sie drehte sich sofort um. Sie sprach höflich in Richtung meines Gastes: "ich bitte um Verzeihung, mein Bruder sagte mir zwar sie möchten nicht gesehen werden, aber ich dachte sie seien schon weg. Ich habe geschrien, sie müssen wissen das der Mann den ich liebte verstorben ist und im ersten Moment dachte ich sie seien er. Sie haben eine große Ähnlichkeit." Ich wollte gerade die Tür wieder schließen als mich Amanzia weg schubste und sich zu meinen Gast begab. Er hatte sich umgedreht, so das Amanzia nur seinen Rücken sah.

"Amanzia, nicht!! Das darfst du nicht" ermahnte ich sie, doch sie ging weiter und sagte mit fester ernster Stimme. "Würden sie sich bitte umdrehen?" Mein Besuch reagierte nicht, doch als Amanzia ihre Hand auf seine Schulter legte und ihn zu sich drehte, seufzte er und drehte sich langsam um.

Amanzia schaute einmal dann ein zweites mal, ihre Augen aufgerissen und ihr Mund offen. Lestrade und ich eilten zu ihr, den wir befürchteten es wäre zu viel für sie, denn der Besucher war niemand anderes als mein Freund John Watson.

"aber wie ist das Möglich?" fragte Amanzia, "Du bist doch tot!" Watson ging einen schritt auf sie zu, doch sie wich aus und setzte sich auf Sofa. "bitte lass dir erklären" begann ich doch sie schaute mich böse an "wie lange wusstest du es schon?" Ich spielte das Spiel nicht länger und sagte ihr "an dem Abend als das mit die Passierte" ich zeigte auf ihre Schulter. "ich fuhr nach hause und dort wartete ein Polizist von Lestrade, so glaubte ich. Doch als später Lestrade hinzukam und mir erklärte wer dieser Polizist sei. Erfuhr ich das Watson noch lebte."

Mit einem Blick der alles vernichten kann schaute Amanzia nun Lestrade an. "nun, ich höre" meinte sie knapp. "nun ja" begann Lestrade "als mir Holmes und Watson von diesen Briefen erzählten, kamen wir eigentlich auf die Idee dieser Frau eine Falle zu stellen. Doch als die letzten Briefe kamen in dem ihr Leben bedroht wurde, meinte ich wir müssten etwas drastischer vorgehen." "in dem man seinen Tot vortäuscht? Und mich damit ins Unglück stürzt? Ich war bereit auf dem Dach zu sterben Weill ich dachte dann wären wir zusammen" sagte sie zu Watson. "und wann wäre es den Herren den genehm mich in ihren Plan einzuweihen?"

"weißt du" begann ich als, wahrscheinlich durch den Tumult aufgeschreckt Mrs. Hudson in der Tür stand, alles in Ordnung bei ihnen Fragte sie. "oh guten Abend Dr. Watson, bleiben sie zum Essen?" fragte sie. "WAS sie weiß auch beschied?" Amanzia sprang auf und zeigte aus Mrs. Hudson, "wer den alles noch? War ich die einzige die es nicht gewusst hatte?" Sie ging wütend durchs Zimmer.

"ich bitte dich, Amanzia hör mir zu" sagte ich, "ich hatte gleich vor dir die Wahrheit zu sagen, aber der Arzt im Krankenhaus sagte es wäre zu viel für sich, und als du im Fieber lagst.. "das war doch John, den ich da gesehen habe, oder!" unter brach sie mich. "ja das war er, er machte sich große sorgen und lies sich nicht davon abbringen nach dir zu sehen. Bitte glaube uns, wir wollten dir nicht schaden. Wenn der Arzt nicht gesagt hätte das du, in deinem zustand, einen schweren Schock oder schlimmeres erleiden würdest. Dann hätten wir es dir schon eher gesagt.

Wortlos stand sie auf und ging, wir folgten ihr. Sie stand in ihren Zimmer und stopfte wahllos einige Kleider in einen Koffer. "was machst du da?" fragte ich sie. "ich will nur weg, weg von hier, egal wo hin. Zu Mycroft kann ich auch nicht, denn so wie ich es mir denke, wusste er auch beschied" Wir antworteten nicht. "euer schweigen sagt alles!" sprach sie und nahm ihren Koffer und ging. "Wo willst du hin?" fragte Watson. "ich weiß noch nicht, aber ich will euch nie wieder sehen!" Mit diesen Worten ging sie durch die Tür und winkte sich eine Droschke herbei. Mrs. Hudson stieß Watson und mir in die Seite "wenn eine Frau es so sagt, wie sie, will sie das sie ihr nach laufen. Außerdem hat sie nur ein Paar Kleider mit. Sie will testen was sie tun" "nun aber hinterher" sagte sie zu Watson und stieß ihn auf die Straße.

Watson, nicht genau wissen was er tun soll, stand erst nur da doch dann lief nein rannte er der Droschke hinterher. Rief sie, sollte anhalten. Ob nun der Kutscher oder Amanzia ihn erhörten, jedenfalls hielt die Droschke an und Watson öffnete die Tür. Er redete, bettelte und zum Schluss kniete er vor der offenen Tür. Lestrade und ich konnten uns ein kleines Grinsen nicht verkneifen. "Wagen sie ja nicht zu grinsen! Was wir dem armen Mädchen zugemutet haben, das können wir nicht wieder gut machen!" Mrs. Hudson stand hinter uns und keiner von uns beiden wagten zu widersprechen. So schauten wir wieder zu dem Schauspiel das mittlerweile die ganze Straße beschäftigte. Ich weiß nicht was Watson alles zu Amanzia gesagt hat, doch plötzlich stieg sie aus und ging wieder zu uns zurück. Watson bezahlte den Kutscher und nahm den Koffer mit. "glaube ja nicht das ich euch das so schnell verzeihe" sagte Amanzia als sie an uns vorbei nach oben ging. Lestrade wollte sich gerade leise wegschleichen als ich ihn am Kragen packte und sagte "sie hängen genauso mitdrinn wie ich und Watson! Also gleiche Strafe für alle!" So gingen wir 3 mit gesenkten köpfen nach oben. Mrs. Hudson bereitete schon mal unsere "Henkersmahlzeit" vor, wie sie belustige zu mir sagte.

So standen wir fünf nun im Raum uns keiner wagte etwas zu sagen. "Wäre nun einer bereit mir alles zu erklären?" unterbrach Amanzia die Stille. "nun dann sollte ich wohl beginnen" sagte Lestrade. "Mister Holmes und Dr. Watson berichteten mir das Dr. Watson seit einiger Zeit Briefe bekam, die mit der Zeit Drohungen gegen ihn und ihnen" er zeige auf Amanzia "enthielten. Die letzten sogar mit Mord drohten. Wir, also wir Drei, kamen auf die Idee dem oder der Mörderin eine Falle zu stellen. Da ergab es sich das sie und Dr. Watson ein Picknick machen wollten. Ich berichtete einige Tage davor Mister Holmes und Dr. Watson davon und beide waren einverstanden"

"Aber ein Tag vorher besuchte mich Lestrade in meiner Praxis" sagte darauf Watson "und meinte das es besser wäre das ich wirklich sterben sollte, damit der Mörder sich zu sicher ist. Ich bedachte das, vor allem, das war wichtig, durften Holmes und du nichts davon wissen. Ich überlegte lange doch ich hoffte das du, wenn alles vorbei wäre mir dieses ränkespiel verzeihen könntest."

Schweigend saß Amanzia da und hörte sich alles an. "Nach dem ich einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen hatte. Ich hatte eine Weste mit Blei gefüllt an. Konnte es beginnen. Im Park schaute ich mich immer wieder heimlich um, um zu sehen ob ich jemand erkennen würde, doch ich erkannte niemanden. Zum Glück und zur Sicherheit waren viele Beamte von Lestrade im Park versteckt. Doch als ich im Gebüsch den lauf einer Waffe sah, warf ich mich vor dich."

"aber woher stammte all das Blut?" Fragte ich, "man sah es doch. Das verstehe ich nicht." "hm, da habe ich ein simplen Trick benutzt. Ich hatte zwischen den Westen einen Schafmagen mit Blut gefüllt versteckt. Musste aufpassen das er nicht vorher platzt, und als ich merkte das ich "getroffen" wurde habe ich mit einer Nadel den Beutel auf gestochen. Wichtig war nur das sie beide, Holmes und Amanzia so schnell wie möglich von mir wegkommen, sonst hätten sie gesehen das ich noch lebe."

"nun ja" meine Lestrade "Amanzia, sie sind von Holmes schnell nach hause geschickt worden, nur sie Holmes konnten es sich nehmen doch am Tatort zu bleiben. Wir mussten dann so schnell wie Möglich Dr. Watson fortbringen, damit sie kein verdacht schöpfen".

"Aber wen oder was habe ich zu grabe getragen?" Fragte Amanzia Plötzlich. "das war ein Kaufmann, er hatte keine angehörige mehr und so bekam er die Beerdigung. Ach so Watson, Wir haben ihn mittlerweile umgebettet. So das alles wieder in Ordnung ist.

"noch ist nichts in Ordnung" Amanzia stand auf und ging im Zimmer umher. "so wüste ich gerne wann sie meinen Bruder und Mrs. Hudson von der "auferstehen" von John erzählten. Haben sie und ihr nie einen Gedanken darüber verloren wie ich gelitten habe? Ich war wohl in dem ganzen Spiel die letzte die was erfahren hätte!"

Wütend lies sich in den Sessel fallen. Ich ging zu ihr "ich habe es erst am Abend, als ich aus dem Krankenhaus kam, erfahren. Lestrade war mit einem Polizisten da, und als wir alleine waren meinte Lestrade ich müsste mich auf einen Schock vor bereiten. Plötzlich entkleidete sich der Polizist und vor mir, quicklebendig, steht mein tot geglaubter Watson. Wäre nicht plötzlich Mrs. Hudson reingekommen und ihn auch gesehen, so hätte ich an Geister geglaubt."

"Wir, Lestrade und ich berichten Holmes unseren Plan. Da die Mörderin, eigentlich war sie eher verrückt, nun Tot war gab es keine Gründe mich für mich weiterhin "tot zustellen". Ich erfuhr auch was dir Passiert ist und es zerriss mir das Herz" Watson kniete vor Amanzia und berichtete weiter "als ich erfuhr das du nach hause kommst, wollten wir dir gleich alles erklären, doch der Arzt riet uns davon ab, denn befürchtete du würdest es noch nicht verkraften. Als du dann auch noch dieses Fieber bekamst, musste ich bei dir sein. Einmal hattest du mich auch gesehen, doch du hast es dem Fieber Träumen zu geschoben. Oh meine Liebste bitte verzeihe mir". Watson kniete vor ihr und legte seine Kopf auf ihre knie.

Amanzia erhob sich, schaute uns lange an , sagte kein Wort ging zur Tür und da sagte sie erst: "ich gehe in mein Zimmer, es war etwas viel heute. Gute Nacht." Und ging nach Oben.

Erst standen wir alle da ohne das jemand was sagte. Mrs. Hudson brachte nur hervor: "das wird nicht einfach werden, sie ist zu tiefst enttäuscht, von uns allen." Ich glaube damit hat sie recht. Lestrade verabschiedete sich und auch Watson ging in sein Zimmer. Ich setzte mich an den Kamin rauchte noch eine Pfeife und war eigentlich sicher das Amanzia nicht allzu lange sauer auf uns sein wird.

Doch so einfach wie ich es gedacht hatte war es dann doch nicht, Amanzia hatte auch den eisernen Willen der Familie Holmes geerbt. Der arme Watson, er musste sehr lange warten bis sie ihn verzieh, mit Mrs. Hudson war sie schnell wieder versöhnt, nur mich lies sie schmoren. Ich hatte auch den verdacht das sie und Mrs. Hudson sich verbündet haben. Denn nach einigen Monaten schleiften sie mich mit zum Einkaufen. Natürlich musste ich bezahlen. Ich meine ich hätte was von "strafe muss sein" gehört zu haben.

Da es nun schien das aus Watson und Amanzia wieder ein Paar wurde, besuchte mich Watson eines Abends. Ich staunte nicht schlecht im, teuren neuen Anzug und mit neuen Gehstock, stand er da. "wollen sie noch in die Oper?" fragte ich ihn. "eigentlich wollte ich zu ihnen" fing er an. "ich bitte sie Höflichkeit um die Hand ihrer Schwester"

Ich glaube zuerst nicht was ich da hörte, aber ich freute mich, doch wollte ich meinen alten Freund etwas auf die Probe setzen. "so sie wollen als meine Schwester zur Frau. Wie kommen sie den auf die Idee das ich damit einverstanden bin." Watson sagte nichts, da kam Amanzia ins Zimmer. "John, du hast noch was vor? Oper oder ein Konzert? Hättest du was gesagt, ich wäre doch mitgekommen" meinte sie. Ich ging zu ihr nahm sie in den Arm und meinte ernst zu ihr. "Unser lieber alter Dr. Watson kam doch auf die verrückte Idee er könnte dich zu Frau nehmen". Sie sah mich an "und ich bin dabei zuzustimmen"

Watson saß immer noch schweigend da und harte der Dinge. Auf ein Augenzwinkern von mir ging Amanzia zu ihm meinte sachlich: "wie, dich soll ich heiraten? Nach alldem was passiert ist!" Der gute alte Watson erbleichte und brachte kein Wort hervor. Plötzlich drehte sich Amanzia lachen um fiel Watson in die Arme und sagte lachend zu ihm. "wie könnte ich nicht die Frau von dem Mann werden den ich liebe". Watson wusste nicht wie ihm geschah, doch er fing sich schnell und dann sprang er auf, nahm Amanzia in die Arme und beide wirbelten durchs Zimmer.

Ich wollte gerade nach Mrs. Hudson rufen, als diese schon mit einem Tablett mit Champagner ins Zimmer kam. "sie haben doch nicht etwa gelauscht" fragte ich sie. "ich doch nicht" antworte sie, doch ihrem lächeln nach, hatte sie es doch. "auf die zukünftige Mrs. Watson" sagte ich.

2 Monate später war die Hochzeit, die wir Amanzia zu liebe nicht in Whiteshappel sondern in der kleinen Kirche nahe der Themse abhielten. Einerseits war ich traurig, denn nun würde das Zimmer, was meine Schwester bei mir bewohnte, leer sein. Aber andererseits wurde aus meinem liebsten Freund ein Teil meiner Familie, was kann man sich mehr wünschen?"